Haltbarere Speicherzellen als europäisches Gemeinschaftsprojekt

Von: hfs.
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Im Peter Grünberg-Institut ließ sich der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel von Institutsdirektor Prof. Dr. Rainer Waser (l.) sowie Dr. Ilia Valov (r.) die Herstellung einer Graphen-Schutzschicht für neue Speicherelemente erklären. Foto: hfs.

Jülich. Dass die Energieeffizienz in de Speichertechnik erhöht werden muss, darin sind sich die Wissenschaftler einig. Besonders im Hinblick darauf, dass die Informationstechnologie einer der entscheidenden Wachstumsmotoren der Zukunft ist. So genannte resistive, widerstandsfähige Speicherzellen erscheinen den Forscher die richtigen Kandidaten zu sein, um als Datenspeicher der Zukunft zu fungieren.

Erstmalig kooperieren Wissenschaftler des Forschungszentrum Jülich mit Partnern aus Griechenland, um langlebige und haltbarere Speicherzellen zu entwickeln. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 200.000 Euro gefördert.

„Partnerschaften mit vielen Ländern auf der Welt gibt es, bisher wurde aber noch nie eine Kooperation mit Griechenland eingegangen und gefördert“, meinte der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel (CDU) aus Düren, als er im Peter Grünberg Institut für elektronische Materialien den Zuwendungsbescheid des Berliner Ministeriums an den Jülicher Professor Prof. Dr. Rainer Waser als Institutsdirektor und Dr. Ilia Valov als Koordinator des Projektes auf deutscher Seite überreichte.

Pioniergeist

Zuvor hatte Rachel deutlich gemacht, dass auf seine Anregung hin erstmalig ein deutsch-griechisches Projekt initiiert worden sei, für das es insgesamt 430 Projektanträge gegeben habe. Die Auswahl sei sehr schwierig gewesen. Umso mehr freue er sich nun, dass Jülicher Forscher gemeinsam mit ihren griechischen Kollegen wissenschaftlichen Pioniergeist zeigen würden, der nicht an den Landesgrenzen endet. „Denn die Leistung von Speicherzellen zu steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich zu senken, ist eine Aufgabe von europäischer Dimension.“

Wie dies geschehen soll, dies erläutert Dr. Ilia Valov. Die resistiven Speicherzellen fungieren als winzige Batterie, „und deren Bauelemente müssen sich chemisch stabil verhalten. Voraussetzung dafür ist aber, dass es uns gelingen muss, das elektrochemische Potenzial der Zellen zu senken.“ So laufen denn nun Versuche, mit Hilfe von Graphen, eine der leitfähigsten Kohlenstoffverbindungen überhaupt, eine Art Schutzschicht in den Zellen zu integrieren.

„Damit sich die Elektroden nicht chemisch auflösen, wodurch die Zellspannung reduziert, wenn nicht sogar komplett unterdrückt wird“, erklärte Valov. Auch denken die Forscher daran, Graphen als Elektrodenmaterial einzusetzen, um so vielleicht Edelmetalle wie Platin oder Iridium zu ersetzen, damit der Herstellungsaufwand sowie die Kosten der neuesten Generation von Speicherzellen gesenkt werden können.

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