„Halbwüchsiger” Indemann ist ein faszinierendes Stahl-Skelett

Von: Volker Uerlings
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Fach-„Jury”: Beim Indemann-Baustellenbesuch zeigen sich Architekt, Auftraggeber und Euregionale-Gesandte höchst beeindruckt. Foto: Uerlings

Inden. Es bedarf noch der Fantasie, diesen „Mann” mit Gardemaß zu erkennen. Er hat noch keine Haut, kein Gesicht und keine Arme. Das Skelett aber wächst zügig: in Sechs-Meter-Schritten.

So hoch ist jedes Rasterteil des „Großen Indemannes” auf der Goltsteinkuppe. Das vierte Feld ist angefangen, so dass die Gesamthöhe des Halbwüchsigen zwischen 22 und 24 Meter beträgt; 36 sollen es Ende Juli sein, dann ist die Aussichtsfigur wohl fertig.

Ein Vertreter der Firma Teuffer aus Quakenbrück berichtete, dass der ausgestreckte Arm den Planern des Unternehmens Kopfzerbrechen bereitet. „Der ist 19 Meter lang.” In die Wannen der Verzinkerei passen aber maximal Teile bis 18 Meter. „Da müssen wir uns was einfallen lassen.” Bislang wurden die Fertigteile aus Quakenbrück über Bochum in Lucherberg „mundgerecht” angeliefert.

Alle Teile sind verschweißt, vor Ort wird nur geschraubt. „Bis jetzt passte das astrein”, sagte Baustellenleiter Waldemar Kopp. Wenn das so bleibt, ist der Terminplan nicht in Gefahr. Grünes Licht vernahm der Indeland-Aufsichtsratschef Wolfgang Spelthahn auch vom Produzenten der „Haut” des Indemannes: Die Herstellung des Illumeshgewebes, das an den Haken und Ösen des Baukörpers befestigt wird, liege gut im Zeitplan, hat der Landrat bei einem Besuch des Dürener Unternehmens GKD Gebrüder Kufferath erfahren. Diese Laken aus Metallgewebe werden ebenfalls im Sechs-Meter-Raster angefertigt. Sie erlauben die Illuminierung des Indemannes.

Sowohl die mit dem Bau beauftragte Gesellschaft für Infrastrukturvermögen des Kreises als auch die Gemeinde Inden verzeichnen reges Interesse an der Indemann-Entstehung. Das verdeutlichten die Geschäftsführer Michael Müller und Peter Kaptain sowie Bürgermeister Ulrich Schuster. Kaptain ermutigte den Verwaltungschef und die Kommune, durch die Erschließung des Umlandes, dem „Indemann die Chance zu geben, die er verdient”.

Auch Architekt Marc Maurer aus Maastricht, der den Koloss mit seiner Partnerin Nicole Maurer entwickelt hat, wohnte der Stippvisite bei. Der Mann, der jede Bohrung und jede Schraube geplant hat, zeigte sich vom „Live”-Bild beeindruckt: „Das ist etwas ganz Besonderes und so für uns einzigartig.” Maurer hat auf dem PC Spaßes halber einen Vergleich angestellt: „Der Indemann ist vom Volumen her so groß wie die Freiheitsstatue.” Die steinerne Dame in New York sei nur etwas höher, weil sie ihrem Arm nach oben streckt.
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