Siersdorf - Hält die Bahn bald auch in Siersdorf?

Hält die Bahn bald auch in Siersdorf?

Von: Adi Zantis
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Unkraut überwuchert den Schie
Unkraut überwuchert den Schienenstrang: Kann die alte Bahntrasse in Richtung Siersdorf bald wieder nutzbar werden? Foto: Zantis

Siersdorf. Seit 1998 haben sich in NRW die Verkehrsverbünde mit der Landesregierung unter der Dachgemeinschaft „Der neue Nahverkehr in NRW” eng zusammengeschlossen. Ziel ist es, neue Kunden für Busse und Bahnen zu gewinnen und das öffentliche Verkehrsangebot nachhaltig zu verbessern.

Als Verkehrsland ist NRW organisatorisch in neun Verkehrsgemeinschaften aufgeteilt, in denen die Kommunen (Städte, Gemeinden und Kreise) dafür zuständig sind, den öffentlichen Personen-Nahverkehr zu planen und zu organisieren.

Mit dieser Aufgabenstellung bemüht sich auch der Aachener Verkehrverbund (AVV) in der Städte-Region Aachen und den Kreisen Düren und Heinsberg um neue Angebote für den Nahverkehr.

Derzeit wird in diesem Zusammenhang eine neue Studie für die Euregiobahn vorgelegt. Darin werden verschiedene Empfehlungen einer neuen Bahnlinie von Alsdorf, Baesweiler, Setterich oder auch Siersdorf unterbreitet.

In den Planvorschlägen ist auch eine kostengünstige Variante mit der Nutzung der ehemaligen Grubenbahn Mariadorf-Siersdorf angedacht.

Dieser Vorschlag wird vor allem von den SPD-Stadtverbänden in Alsdorf und Baesweiler propagiert. Mit Nutzung der vorhandenen Trasse könnte ein neuer Schienenausbau weiter von Siersdorf nach Setterich und dann über Baesweiler bis Alsdorf wiederum an das bestehende Netz der Euregio-Bahn anbinden.

Nach Ansicht der Baesweiler SPD-Fraktionsvorsitzenden Gabi Bockmühl würde dieses Vorhaben auch für die Förderung durch den NRW-Verkehrsverbund und Nahverkehr Rheinland eine positive Bewertung finden.

Auch im Hinblick auf das Interesse der Bürger wäre diese Planung vorteilhaft. Sowohl in Siersdorf als auch in Setterich könnte nach Ansicht der SPD-Politikerin die bestehende Verkehrsanbindung mit der neuen Bahnstrecke wesentlich verbessert werden.

Auch der Baesweiler SPD-Stadtverordnete Alfred Mandelartz befürwortet als ehemaliger Eisenbahner diesen neuen Vorstoß. „Wir müssen dieses Vorhaben gemeinsam noch vorne bringen!”

Dabei wünscht er sich eine Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen, „um die Interessen aller ins Spiel zu bringen”. Aldenhovens Bürgermeister Lothar Tertel sieht in einer Anbindung an Siersdorf einen Vorteil, „der auch kostengünstig realisiert werden könnte”.

Für ihn wäre es wünschenswert, „wenn wir Zug um Zug an dem Projekt beteiligt werden”. Der Aldenhovener SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven befürwortet ebenfalls die Trassenführung über Siersdorf-Setterich. „Es bedarf allerdings”, nach seiner Einschätzung, „einer Kontaktaufnahme mit allen beteiligten Institutionen, um das Vorhaben verwaltungsmäßig auf einen erfolgreichen Weg zu bringen”.

In einem einstimmig angenommenen Beschlussvorschlag hat der Stadtrat Baesweiler zurzeit die Verwaltung mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt.

In Abstimmung mit den Kommunen Alsdorf, Baesweiler und Aldenhoven sowie den Kooperationspartnern AVV, MVR, DB Regio sollen für die neue Bahnstrecke Lösungsvorschläge erarbeitete werden.
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