Hacker aus Aldenhoven: Drei Millionen Bilder von 80 Mädchen

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Bei einer Razzia sicherte die Polizei bei dem Computerhacker von Aldenhoven drei Millionen Bilder von 80 Mädchen. Foto: von 80 Mädchen.

Aldenhoven/Aachen. Der Fall sorgte im Juli bundesweit für Aufsehen. Ein Computerhacker aus einem Ortsteil von Aldenhoven hatte sich mittels eines „Trojaners” - einer Software zum Ausspähen von Computerdaten - Zugang zu etlichen Zimmern junger Mädchen verschafft. Die Aachener Staatsanwaltschaft ist mittlerweile in ihren Ermittlungen in diesem Fall ein Stück weiter gekommen.

Auf Datenträgern, die sie bei einer Razzia in der Wohnung des 44-Jährigen sicherstellte, fanden sich nicht weniger als drei Millionen Bilder, wie Oberstaatsanwalt Robert Deller am Donnerstag auf Anfrage bestätigte. Als die Ermittler die Wohnung „enterten”, war der Mann auf einen Schlag mit 80 Computern fremder Mädchen ohne deren Wissen verbunden.

Das Programm, das er über verschiedene „Communitys” per E-Mail auf die Rechner der Betroffenen schleuste, ermöglichte ihm den Zugriff auf die Web-Kameras der Rechner und damit einen Blick in die entsprechenden Zimmer, in denen die PCs stehen. Aufgefallen war dies dank des Computerexperten Thomas Floß, der in Westfalen Vorträge in Schulen über Risiken und Gefahren im Internet gehalten hatte. Daraufhin hegte eine Schülerin einen Verdacht und ging zur Polizei. Die Spur führte nach Aldenhoven.

Laut Deller sind alle Betroffenen mittlerweile bekannt und werden als Zeuginnen gehört. Derzeit wird weiter ermittelt wegen „Ausspähens von Daten”. Es könnten aber auch weitere Straftaten hinzu- kommen. Die Motivlage des Mannes ist derweil unklar, er hat sich bislang nicht dazu geäußert. Pornografische Aufnahmen zeigen die drei Millionen Bilder indes nicht. Meist ist nur ein leeres Zimmer zu sehen.

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