Günther Kròls Italienreise(n) in Bildern

Von: Bruno Elberfeld
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Kunstvereinsvorsitzende Muna Götze mit dem Körrenziger Fotokünstler Günther Kròl bei der Eröffnung der Ausstellung „Italia“. Foto: bel

Nideggen/Linnich. Fotokünstler Günther Kròl aus Körrenzig fotografiert „Lost Places“, alte Industrieanlagen, Architektur und Landschaften. Kròl begann, wie viele Fotokünstler, in der Dunkelkammer, in der seine markanten Schwarz-Weiß-Fotografien bald ihren künstlerischen Anspruch erhoben.

Das hat sich, die zahlreichen Besucher bei der Ausstellungseröffnung jetzt in Nideggen konnten es sehen, in den letzten Jahren geändert. Das Analoge musste dem Digitalen weichen. Was ist das Besondere an seinen Bildern? Seine Laudatorin Simone Erkens, ihrer Profession nach Kulturwissenschaftlerin: „Günter Kròl arbeitet in seinen Bildern den grafischen Aspekt der Motive heraus. Dabei lenkt er oftmals geschickt den Blick des Betrachters auf ein Detail, um das scheinbar Unbeachtete hervorzuheben.“

Für die aktuelle Ausstellung in den Räumen des „Kunst- und Museumsvereins“ Nideggen hat Kròl eine durchdachte Auswahl klein-, mittel- und großformatiger Fotografien gehängt, die sich ausschließlich mit „Italia“ befassen. Selbst ohne Führung durch den Künstler erkennt der Besucher des „Stadttores mit den zwei Türmen“ bald, dass er sich in Italien befindet, in dem Land, mit dem Deutschland von der Antike bis heute vielfach vernetzt ist.

Das Verhältnis Deutschlands zu Italien, Laudatorin Simone Erkens bröselte die Verflechtungen in ihrer Rede auf, sind beispielhaft in literarischen Werken nachzulesen.

Bunte Bilder mit malerischen Karnevalskostümen in der Lagunenstadt Venedig, Bilder aus dem Piemont, einer sanften Landschaft in Oberitalien, nicht nur für ihren hervorragenden Wein bekannt, eine sanfte Hügellandschaft der Toskana, eine „Ape Car“ (dreirädriges Fahrzeug auf Vespabasis) in einer engen Gasse, der Dom von Siena, Leinen voller Wäsche, quer über ein Sträßchen gespannt, eben Italien, wie man es kennt.

Fünf Jahre hintereinander hat Günther Kròl für die Italienrundreise gebraucht. Ein kleiner Ausschnitt seiner Eindrücke sind nun im Dürener Tor in Nideggen zu sehen. Die Betrachter kommen wahrscheinlich nicht umhin zu sagen, dass dieses Stiefelland „schön“ ist. Im Übrigen nicht zu vergessen, die Menschen auf den Fotos: eine Marktszene in Panzano oder zwei Gondoliere bei einer Verschnaufpause in Venedig.

Begrüßt wurden die Gäste von der Vorsitzenden des Kunst- und Museumsvereins, Muna Götze. Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai mittwochs von 14 bis 18, samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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