Günter Wentz ist nun Ehrenvorsitzender des Geschichtsvereins Linnich

Von: Kr.
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Der Vorstand des Linnicher Geschichtsvereins mit Patrick Schunn (links), Marie-Theres Schlösser (2.v. links) sowie Regine und Stefan Helm (rechts) dankten im Namen des Vereins dem langjährigen Vorsitzenden Günter Wentz (Mitte) und trugen ihm den Ehrenvorsitz an. Foto: Kròl

Linnich. Zügig und harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung des Linnicher Geschichtsvereins, zu der der erste Vorsitzende Stefan Helm zahlreiche Mitglieder im Café Jedermann willkommen hieß.

Schnell wurden die Regularien abgewickelt, nachdem der Vorsitzende einen kurzen Überblick über die Arbeit des vergangenen Jahres gegeben hatte. Er berichtete von Fahrten und Exkursionen, die man gemeinsam unternommen hatte. So war man in Wuppertal, Siersdorf, Saarbrücken und Soest gewesen und auch im Jahre 2016 stehen wieder eine Reihe von Fahrten an.

Gut läuft auch die Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketingverein „Wir in Linnich“. Gemeinsam organisiert man die Stadtführungen und hat insgesamt 288 Personen durch Linnich geführt. Der Internet- und Facebook-Auftritt des Vereins erfreut sich großen Zuspruchs, und gerne war die Gemeinschaft der Geschichtsvereine im Kreis Düren in Linnich zu Gast. Den Teilnehmern dieser Tagung hatte es so gut gefallen, dass sie im Frühjahr wiederkommen wollen.

Sommerfest und Nikolausfest sowie die Bücherbörse gehören ebenfalls zum Jahresprogramm und sollen auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Gestalterisch mitwirken wird der Geschichtsverein auch, wie in jedem Jahr, an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Außerdem will der Verein wieder eine Vortragsreihe zu Themen der Linnicher Geschichte aufleben lassen.

Herzlich lud Helm die Anwesenden zur Auftaktveranstaltung am 16. März um 19 Uhr ins Linnicher Rathaus ein. Dort wird Dr. Claudia Kauertz zu Gast sein und über die Hexenprozesse im Rheinland der frühen Neuzeit berichten.

Über die Treffen der Linnicher Mundartgruppe berichtete Margret Emunds. Rund 16 Mundartfreunde nehmen an den regelmäßigen monatlichen Treffen teil. Im September werden sie wieder mit einer ihrer beliebten Lesungen an die Öffentlichkeit treten und dabei Linnicher Geschichten, die zum Großteil selbst geschrieben wurden, an die Öffentlichkeit treten.

Über eine solide Kassenlage berichtete Kassenführerin Marie-Theres Schlösser. Ihr wurde von den Kassenprüfern eine sehr gute Arbeit bescheinigt. Einstimmig bestätigte die Versammlung die Kassenführerin anschließend wieder in ihrem Amt.

Voller Stolz konnte Stefan Helm außerdem der Versammlung die neue Publikation Jahresblätter 2013-2016 präsentieren, in der eine Reihe von Autoren, angefangen bei Prof. Günter Bers, Dr. Hermann Joseph Paulißen, Dr. Karl Koch Patrick Schunn, Manfred Molls und etliche andere Wissenswertes zur Linnicher Geschichte beitragen.

Von Schöfers Erbe

Als besonders erwähnenswert fand er den Aufsatz von Moritz Wild, der an einer Dissertation über den Architekten Rene von Schöfer arbeitet. Er hatte zutage gefördert, dass der Architekt auch die Planung zum Wiederaufbau der Stadt Linnich erstellt hatte. Im Oktober wird Wild auch beim Geschichtsverein zu Gast sein und eine Erkenntnisse persönlich vorstellen.

Weiterhin ist eine Veröffentlich in Druck gegangen, die in Kooperation mit der Joseph-Kuhl-Gesellschaft entstand und in der Paulißen gemeinsam mit Bers die Jugendarbeit Mitte des 19. Jahrhunderts/Anfang des 20. Jahrhunderts vorstellen wird.

Damit kam dann Stefan Helm auch zu einem ganz besonderen Tagesordnungspunkt. Im Jahre 2014 hatte er den Vorsitz über den Geschichtsverein von Günter Wentz übernommen. 14 Jahre lang hatte dieser den Verein geleitet und maßgeblich mit geprägt. In einer Zeit des Umbruchs, als er aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage war, die anfallende Arbeit zu leisten, legte er das Amt in jüngere Hände.

Nun dankte Stefan Helm seinem Vorgänger im Namen der Geschichtsfreunde für sein großes Engagement. Er bescheinigte ihm eine große Heimatliebe und ein hohes Maß an Idealismus und bezeichnete ihn als Macher, Planer und Manager, der lieber im Hintergrund blieb.

So hatte dann auch der Geschichtstverein Linnich beschlossen, Wentz den Ehrenvorsitz anzutragen und damit seine Dankbarkeit auszudrücken. Natürlich, so erklärte Helm, hoffe man damit auch weiterhin auf die Unterstützung des neuen Ehrenvorsitzenden.

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