Jülich - Grundschulkinder erleben verschiedene Facetten von Kunst und Kultu

Grundschulkinder erleben verschiedene Facetten von Kunst und Kultu

Von: René Blanche
Letzte Aktualisierung:
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Die Drittklässler der GGS Nord zusammen mit der Künstlerin Mrtina Geisler und Christoph Klemens vom Kulturbüro. Foto: Blanche

Jülich. Kindern bereits im Grundschulalter zu ermöglichen, die verschiedenen Spielarten der Kunst und Kultur hautnah kennen zu lernen und somit die Entwicklung zu fördern, lautet das ehrgeizige Ziel des Projektes „Kulturstrolche“, das im Jahr 2006 in Münster in die erste Erprobungsphase ging.

Dabei stellte man von Seiten des Kulturministeriums derart beeindruckende Erfolge fest, dass die Liste jener Städte in Nordrhein-Westfalen, die sich am Projekt beteiligen, jedes Jahr länger wird. Und so sind seit nunmehr drei Jahren auch Jülicher Grundschulkinder als Kulturstrolche unterwegs.

Im Klassenverband besuchen die Kulturstrolche verschiedene Kulturorte der Stadt, um mehr über Theater, Geschichte, Kunst, Fotografie, Medien, Literatur und Musik zu erfahren. Dass die Kinder dabei neugierige Fragen stellen, selbst mit anfassen und sich einmal ausprobieren können, ist ausdrücklich erwünscht.

Christoph Klemens vom Jülicher Kulturbüro, selbst ein erklärter Freund der Kulturstrolche, besuchte kürzlich die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Nord in Jülich sowie die der Gemeinschaftsgrundschule Ost in Welldorf und hatte für die Kinder die begehrten orangefarbenen „Kulturstrolche-Kappen“ im Gepäck. Auch gab es für jedes Kind einen eigenen „Kulturstrolche-Ausweis“, der bei jedem Besuch eines Kulturorts mit einem entsprechenden Aufkleber versehen werden soll.

Vor Ort traf Klemens die Jülicher Künstlerin Martina Geisler, die gerade mit den begeisterten Drittklässlern der GGS Nord eine künstlerisch gestaltete Weltkarte aus vielen kleinen Einzelteilen hergestellt hatte. Dabei müssen die Kinder jeweils einzeln einen Ausschnitt der Karte selbst gestalten, und am Ende wird aus allen Arbeiten eine große Weltkarte zusammengefügt. „Besonders schön finde ich den Effekt, dass nicht nur jeder seine Einzelarbeit anfertigt, sondern dass am Schluss ein großes Ganzes entsteht“, lobt Klassenlehrerin Wilkens den Einsatz ihrer Kulturstrolche.

Zeitgleich bekommen die Grundschulkinder in Welldorf Besuch von der professionellen Fotografin Patricia Heck, die ihre Schützlinge in die große Welt der Fotografie entführt. Ausgestattet mit einer alten Balgenkamera, wie man sie noch aus den Filmen von Charlie Chaplin kennt, lernen Kinder alles über Licht, Schatten sowie Reflektion und dürfen natürlich selbst auch ein paar Schnappschüsse machen.

Eines ist an beiden Standorten deutlich zu spüren: Die Kulturstrolche sind mit großem Spaß und Interesse bei der Sache, besonders motiviert davon, dass sie sofort praktische Erfahrungen machen dürfen.

Mit dem Besuch einer Theaterprobe im Kulturbahnhof, einem Streifzug durch das städtische Museum und vielen weiteren Aktivitäten rund um das Thema Kunst und Kultur geht es demnächst für die Grundschülerinnen und Grundschüler der zweiten bis vierten Klassen weiter – im Rahmen jenes Projektes, das offenbar mit durchschlagendem Erfolg verhindert, dass aus den heutigen Kulturstrolchen später einmal Kulturbanausen werden könnten.

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