Grundschule Inden peilt das Zertifikat Euregioprofilschule

Von: Guido Jansen
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Internationaler Kunst-Unterricht: Kinder aus Heerlen und Inden haben gemeinsam Bilder gemalt. Nach dem Besuch der Indener in den Niederlanden erfolgte jetzt der Gegenbesucht. Foto: Guido Jansen

Inden. Sonnenuntergang auf Niederländisch heißt Zonsondergang. Das wissen jetzt mindestens elf Kinder der Grundschule Inden. Mit Kindern aus dem Nachbarland haben sie gemalt, einen Sonnenuntergang beispielsweise. Der gemeinsame Unterricht ist Teil des Wettbewerbs „Hand in Hand“.

Die Indener Grundschule nimmt daran auch teil, weil sie eine sogenannte Euregioprofilschule werden will. In Schulen, die dieses Zertifikat führen, gehört grenzüberschreitender Unterricht zum Lehrplan. So soll das Bewusstsein der Kinder geweckt werden, dass sie im Dreiländereck Deutschen, Niederlande und Belgien in einer besonderen Region leben.

Ein Projekt auf dem Weg zur Euregioprofilschule ist der Wettbewerb mit dem gemeinsamen Mal-Projekt. Vor einigen Wochen waren elf Kinder aus Inden bei der Partnerschule im niederländischen Heerlen zu Gast, um gemeinsam künstlerisch tätig zu werden. Jetzt waren die Niederländer zum Gegenbesuch in Inden. Zwei Kinder, jeweils eins aus Deutschland und eins aus den Niederlanden, haben zusammen eine Hartplastikscheibe bemalt, gleichzeitig, von beiden Seiten.

Niederländisch-Stunden

Sie haben einen Sonnenuntergang gemalt, oder eben einen Zonsondergang. Oder ein Bild, das an die Werke von Keith Haring angelehnt ist – oder ganz passend von dem niederländischen Künstler Vincent van Gogh. Die Kommunikation fiel den Kindern noch etwas schwer. Nicht nur, weil die Scheibe zwischen ihnen war, sondern auch, weil die Indener Kinder kaum Niederländisch sprechen. Das soll sich aber bald ändern auf dem Weg zur Euregioprofilschule. „Im Moment machen vier unserer Lehrerinnen eine Niederländisch-Fortbildung.

Wenn die abgeschlossen ist, dann bieten wir Niederländisch-AGs an“, sagt Schulleiter Jens Neumann. Die Sprache ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Zertifikat. Neumann rechnet mit großem Interesse. Für das vergangene vierte Schuljahr habe es schon einen freiwilligen Niederländisch-Kurs gegeben, der aber jetzt nicht angeboten werden kann, da die Lehrerin die Schule verlassen hat. „Damals haben zwei Drittel der Kinder mitgemacht“, sagte Neumann.

Einen Vorteil im Zertifikat Euregioprofilschule sieht Neumann in der Möglichkeit, das Zusatzangebot der Schule zu erweitern. „Es geht darum, dass die Kinder auch mal aus ihrer Schule rauskommen. Da bietet sich unsere Region mit zwei Nachbarländern doch geradezu an“, sagte der Schulleiter. Sollte die GGS Inden das Zertifikat erlangen, dann ist nicht Schluss mit dem grenzübergreifenden Denken. Alle zwei Jahre muss der Nachweis neu erbracht werden. Der nächste Besuch der Indener Kinder in Heerlen ist schon vereinbart, für den 5. Dezember. Dann lernen zwei Kinder aus jeder Klasse, dass Sinterklaas in den Niederlanden der Name des Heiligen Nikolaus ist.

Im vergangenen Jahr waren 13 Grundschulen aus dem Raum Aachen, Düren, Heinsberg als Euregioprofilschule zertifiziert. Die GGS Inden hat 251 Schüler an den Standorten Inden/Altdorf und Lucherberg.

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