Grünes Licht für 559 sparsamere Lampen

Von: gep
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Straßenlaterne im Antik-Look vor der Pfarrkirche St. Martinus: Sie ist schon mit einer sparsamen Natriumhochdrucklampe ausgerüstet. Foto: gep

Aldenhoven. Die Gemeinde Aldenhoven bringt mit rund 50.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung die Straßenbeleuchtung auf Vordermann. Dazu hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben.

Wie Baudezernentin Anita Klotz erläuterte, werden 559 veraltete Quecksilberdampflampen mit 80 oder 125 Watt gegen moderne und sparsamere Natriumhochdrucklampen mit 50 oder 70 Watt getauscht.

Die Maßnahme betrifft die Orte Aldenhoven (272 Stück), Niedermerz (71), Schleiden (73), Siersdorf (126) und Langweiler (17). Der Aufwand beläuft sich auf 31.300 Euro. Der Energieverbrauch reduziert sich dadurch um 79.000 Kilowattstunden (kWh). Bis 2015 müssen alle Quecksilberdampflampen ohnehin ausgetauscht werden, so will es der Gesetzgeber. Eine weitere Möglichkeit, die Stromrechnung zu senken, ist der Einbau von Leuchten mit geringerer Wattzahl.

Der Bürger kann die beiden Lampen-Typen leicht unterscheiden. Anita Klotz: „Gelblicht ist nie Quecksilberdampf.”

In Siersdorf wird in der Schleidener Straße die Beleuchtung komplett erneuert - und zwar beitragspflichtig. Von den dort stehenden sieben abgeschriebenen Lampen sind schon zwei aus Gründen der Standsicherheit der Masten ersetzt worden.

Fünf stehen noch auf Liste, zudem müssen 400 Meter Erdkabel verlegt werden. Das kostet insgesamt 20.000 Euro, davon müssen die Anlieger 60 Prozent oder 12.000 Euro erstatten. Den Rest trägt die Gemeinde, die ihren Eigenanteil von 80.000 Euro aus dem Konjunkturpaket bezahlt.

Im Weiler Langweiler ist die Straßenbeleuchtungsanlage mittlerweile 39 Jahre alt und somit bis Ende des Jahres abgeschrieben. Daher kommt, so Klotz, ein Austausch der Leuchtmittel nicht mehr in Betracht und steht somit ein ebenfalls beitragspflichtiger Ersatz der 17 Straßenlampen an. Das wird insgesamt etwa 29.200 Euro. Davon gehen rund 17.500 Euro zu Lasten der Anlieger und fast 11.700 Euro zu Lasten der Gemeinde.

In der Siersdorfer Straße in Schleiden haben die 30 Straßenlaternen noch eine Restnutzungsdauer von neun und 18 Jahren , so dass hier eine beitragspflichtige Erneuerung noch nicht ansteht. Da ein Austausch der Lampenköpfe, der etwa 50.000 Euro kosten würde, nicht finanzierbar ist, beschränkt sich die Gemeinde hier auf einen Austausch der Leuchtmittel gegen Gelblicht. Damit wird, so Klotz, „zumindest eine Einsparung erzielt”.

Freigewordene Mittel

Die großflächige Modernisierung der Straßenbeleuchtung ist deshalb möglich, weil Aldenhoven aus dem Infrastrukturtopf des Konjunkturpakets noch 60.000 Euro zur Verfügung stehen.

Die Mittel waren ursprünglich für eine Notsicherung der Kommende-Ruine in Siersdorf (Gemeinde-Anteil 10.000 Euro) und den Hochwasserschutz in Engelsdorf (50.000 Euro) eingeplant, doch war darüber noch nicht entschieden worden. Zumal in Engelsdorf die Grundstücksverhandlungen sich sehr schwierig gestalten.

Die Gemeinde muss insgesamt fast 1800 Straßenlaternen unterhalten, davon sind schon 808 auf Natriumhochdruck ungerüstet. 422 sind Leuchtstofflampen, die noch ausgetauscht werden. Davon befinden sich alleine 285 im Zentralort und 131 in Siersdorf.

Die Kosten dafür bezifferte Dezernentin Klotz auf 221.500 Euro. Die Energieersparnis würde sich dadurch auf mehr als 43.600 kWh im Jahr belaufen.
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