Grünes Freizeitparadies am Flussufer: Der neue Place de Lesquin

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Der Gestaltungsplan des Place de Lesquin liegt vor: Spielplatz, Grillhütte, Wohnmobilstellplatz und Bootsanlegestelle.
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Das Schützenhaus wird abgerissen und macht der Integrations- und Begegnungsstätte Platz. Foto: Jonel

Linnich. Die Pläne liegen vor, die Daumen gingen hoch: Linnich macht sich auf den Weg, den interessantesten Freizeitbereich an der Rur im Nordkreis zu schaffen. Vor allem zum Freizeitbereich wartete Stadtplaner Dr. Thomas Baum von VSU, Herzogenrath, bei der Vorstellung des Gestaltungskonzepts „Place de Lesquin“ mit einer Fülle von Details auf.

Die geringsten Änderungen erfährt die Straßenführung auf dem Platz. Sie wird im Grunde 1:1 aus der Entwurfsplanung der Stadt übernommen, sagt Baum. Der zentrale Platz, auf dem Kirmes und Schützenfest stattfinden, erhält eine wassergebundene Decke. Eine Ziegelumrandung bildet den Abschluss. „Die Straßen stelle ich mir als Pflaster vor.“ Der Planer blickt dabei auch auf die Kosten und verwendet neben Betonsteinen für die befahrbaren Straßen auch vorhandenes Pflaster aus Naturstein für die Fußwege.

Einen neuen Fußweg wird der Place de Lesquin auf jeden Fall erhalten. Bereits jetzt schlängelt sich ein Trampelpfad hinter dem Schießstand der Schützen – die Abbrucharbeiten sind seit Freitag im Gange – an der Stirnseite des Hallenbads (RUBA) und den neu anzulegenden Wohnmobilstellplätzen vorbei zum Stadion und dort die kleine Böschung hinab zum Ruruferradweg.

Dieser Pfad wird ausgebaut. Er führt zudem zu einer attraktiven Neuerung: Im nördlichen Eck zum Sportplatz hat der Planer eine Grillhütte geplant, die auch bei schlechtem Wetter nutzbar sein soll. Außerdem gelangt man von diesem Fußweg in den Spielbereich. Dessen Zentrum bildet ein großes Klettergerät mit den Ausmaßen 20 mal zehn Metern. „Eine naturbezogene Konstruktion, die sich in den vorhandenen Baumbestand einfügt“, wie Baum erklärte. An den Spielbereich angrenzend hat der Planer einen Fitnessparcours angelegt.

Eine echte Attraktion könnten die Wasserspiele werden, die dem Planer vorschweben.

Komplett überarbeitet wird der Bereich, in dem der heutige Zugang zum Ruruferradweg liegt. Dort soll ein zentraler Bootanlegeplatz eingerichtet werden. „Das ist der einzige Eingriff in diesen Überschwemmungsbereich“, betonte Thomas Baum, der generell so viel wie möglich von dem vorhandenen Bewuchs übernehmen will. Die ursprüngliche Idee eines Stegs mit Plattform auf der Rur hat der Planer zugunsten einer Freitreppe mit Blick auf den Fluss aufgegeben.

Stichwort Wasser: Im Bereich der Bootanlegestelle empfiehlt Baum dringlich eine Trinksäule. Die werde nicht zuletzt von den Nutzern des Ruruferradwegs dankbar angenommen. Ebenfalls für notwendig hält der Planer in diesem öffentlichen Bereich eine öffentliche Toilettenanlage.

Bei Tischen und Bänken auf dem gesamten Platz lehnt sich der Planer an die Möblierung an der Rurstraße an. Gleiches gilt für die Beleuchtung.

All das hat seinen Preis. Rund 2,3 Millionen Euro kostet diese Attraktivitätssteigerung – mindestens. Denn einige unverzichtbare „Posten“ wie die technischen Einrichtungen, Stromversorgung, aber auch die Toilettenanlage sind nicht enthalten.

Einen wichtigen Hinweis gab der Planer den Entscheidern mit: „Sie machen hier etwas, das die Qualität des Platzes erheblich erhöht. Das bedarf der Pflege – und die kostet.“

Ein Risiko enthält die Kostenkalkulation. Zur Entsorgung des kontaminierten Bodens sind 230.000 Euro fest eingeplant. Fraglich ist, ob diese Summe ausreicht.

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