Grüne wollen „Klinken putzen in den Neubaugebieten”

Von: ptj
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Starke Fraktion hat Vorrang: Die ersten fünf Plätze der Reserveliste belegen (v.l.) Dierk Simons, Friederike Fischermann, Maren Saalfeld, Christian Waldrich und Andreas Lessenich. Foto: Jagodzinska

Gevelsdorf. Die Bündnis 90/Grünen in Titz, zweitstärkster Ortsverband (OV) im Kreis Düren, ziehen im Jahr ihres 20-jährigen Bestehens ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten in die Kommunalwahl. Diese Entscheidung wurde in der Mitgliederversammlung in der Alten Schule Gevelsdorf getroffen.

Zuvor hatte OV-Vorsitzender Erhard Dohmen im Namen des Vorstands zur Änderung der Kommunalwahlordnung durch die Landesregierung Stellung genommen: Nach Wegfall der Stichwahl zugunsten der relativen Mehrheit des Bürgermeisterkandidaten entfällt für die Grünen die Chance, im Falle einer Drittplatzierung ihres Kandidaten bei der Stichwahl eine Empfehlung zu Gunsten eines der beiden anderen Kandidaten auszusprechen, der nach Verhandlungen im Vorfeld für grüne Stimmen grüne Positionen vertritt. Gibt der Wähler jetzt seine Stimme dem grünen Kandidaten, schwächt er damit den aussichtsreicheren Kandidaten, der für ihn eine Alternative darstellt, hieß es.

Deshalb meinte der OV, seine Stärke in der Ratsarbeit und in der Kontrolle der Verwaltung und damit des Bürgermeisters zu erkennen und bündelt nun seine Kräfte für die Gemeinderatswahl. Als erstes Ziel formulierte die Versammlung, „die absolute Mehrheit in Titz zu verhindern”, zweitens will sie als starke Fraktion ins Rathaus einziehen. Deshalb verzichtete Friederike Fischermann zugunsten „der starken Persönlichkeit” Dierk Simons auf Platz eins der Reserveliste nach dem Frauenstatut, um auf Platz zwei zu kandidieren.

Uneinigkeit herrschte zunächst über die mögliche Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten, „der den eigenen grünen Interessen am nächsten kommt”. Die Titzer Grünen hatten ihr Interesse an der Benennung eines gemeinsamen Kandidaten signalisiert. Keine Partei war aber diesbezüglich auf den OV zugekommen. Folglich sehen die Mitglieder keinen Grund, einen der beiden Bürgermeisterkandidaten zu unterstützen.

Vereinzelt herrscht dennoch Interesse, zwanglos mit dem SPD-Kandidaten Fred Schüller über Hintergründe verpasster Chancen zu reden. Christoph Barzen, OV Linnich, und Kreistagsfraktion, sprachen über Ergebnisse der Kreistagswahl. Zur Vorbereitung auf Kommunal- und Europawahl will der OV der von den Landesgrünen vorgeschlagenen Werbekampagne mit beidseitig bedruckten Plakaten folgen, bei der Problem und Lösung auf Plakaten zu lesen sind. Ferner steht „Klinken putzen in den Neubaugebieten” an Die nächste Mitgliederversammlung ist für den 12. März anberaumt.
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