Grüne: Solarenergie statt Hähnchenmast

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Linnich. Cato Hilfert, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grüne im Rat der Stadt Linnich, ist skeptisch, ob sich für die umstrittene Hähnchenmastanlage in Glimbach ein neuer Standort finden lässt.

„Ob realistische Perspektive oder nur Rumtrickserei, um die Entscheidung aus dem Wahlkampf herauszuhalten und über den Kommunalwahltermin hinauszuschieben, wir werden es ja sehen”, meint Hilfert.

Er fragt sich aber, wie die Bürger in Kofferen zu dem angeblich ins Auge gefassten Alternativstandort in der Nähe der schon vorhandenen und sich gerade vergrößernden Putenmastanlage stehen.

Massive Subventionen

Generell bedauert der Linnicher Grüne, dass trotz Überproduktion und Preisverfall bei Agrarprodukten die Massentierhaltung in Deutschland weiter massiv ausgebaut werde. Durch Agrarsubventionen aus Brüssel, Berlin und von den Ländern gefördert, wandere die industrielle Schweine- und Geflügelzucht und -mast von den Niederlanden und Norddeutschland kommend über das Münsterland nun verstärkt in das Rheinland ein. Die Branche sei ständig auf der Suche nach noch nicht so vom Maisanbau ausgelaugten und von Schweinegülle und Geflügelmist verseuchten Böden.

Die schon bestehende Putenmastanlage und die geplante Riesen-Hähnchenmästerei dürften so gesehen nur der Anfang einer Entwicklung in der Region sein, die allen schade, ist Hifert überzeugt.

Den Landwirten rät der linnicher Grüne, sich nicht leichtfertig in die Abhängigkeit von agrarindustriellen Großkonzernen zu begeben. Es gebe eine Alternative.

Mit der gleichen Investition wie für Anlagen zur Massentierhaltung könnten die Bauern in die Solarenergie einsteigen. Sie sollten die Dächer ihrer Scheunen, Hallen und anderer Wirtschaftsgebäude dazu nutzen. Und auch hier flössen Subventionen „und diesmal zu Recht, denn hier wird Nachhaltigkeit gefördert”.
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