„Grüne Damen“ sehen sich in Luxemburg um

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Jülich. Als Dank für die Unterstützung und als Zeichen der Wertschätzung für die geleistete wertvolle ehrenamtliche Arbeit haben die Grünen Damen des St. Elisabeth-Krankenhauses einen Ausflug nach Luxemburg Stadt unternommen.

Diejenigen, die sich sonst stets für andere einsetzen, sollten diesmal selbst ein bisschen verwöhnt werden. Ziel war die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg. Die Grünen Damen und ein „grüner Herr“ machten zunächst eine Stadtrundfahrt mit dem Pétrusse Express. Nach dem Mittagessen erkundeten sie die Stadt zu Fuß, bevor sie, bei schönstem Wetter gestärkt mit Eis, wieder den Heimweg antraten.

Die ehrenamtliche Gruppe, die sogenannten Grünen Damen, sind fester Bestandteil im St. Elisabeth-Krankenhaus. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Patienten, aber auch für Angehörige und Besucher da, wenn diese sie brauchen. Die Grünen Damen begleiten die Patienten auf den Wegen zu Behandlungen oder Untersuchungen, stärken unter dem Motto „Wir sind für Sie da“ das Wohlbefinden der Patienten, indem sie sich gerne Zeit für ein Gespräch nehmen, die Patienten auf einem Spaziergang innerhalb oder außerhalb der Station begleiten, bei Bedarf kleine Besorgungen erledigen, z. B. am Kiosk, oder beim An- und Abmelden von Fernseher und Telefon behilflich sind. Für jeden einzelnen Patienten, insbesondere für diejenigen, die alleine leben und keine Familie oder Verwandte mehr haben, ist ihre Hilfe von unschätzbarem Wert. Die Mitarbeiter/-innen sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr (außer an Feiertagen) für die Patienten da.

Ende der 1960er Jahre entstanden in der Bundesrepublik die ersten Gruppen der Krankenhaushilfe. Bundesweit gibt es heute mehr als 15 000 der „Grünen Damen“, von denen einige auch Männer sind. Ihren Namen habe sie von den grünen Kitteln, die sie im Krankenhaus trugen. Diese Organisation geht zurück auf Brigitte Schröder ( 1917 - 2000). Die Ehefrau des deutschen Politikers Gerhard Schröder (CDU), der Bundesinnen-, Bundesaußen- und Bundesverteidigungsminister war, gründete 1969 die Evangelische Krankenhaus-Hilfe (eKH) nach dem Vorbild der „Pink Ladies“ in den USA am Evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf. Von dort breitete sich die Idee eines ehrenamtlichen Besuchsdienstes in evangelischen, katholischen und auch nicht konfessionell gebundenen Krankenhäusern und Altenheimen in der Bundesrepublik aus.

Bereits 1977 schlossen sich die bestehenden Gruppen zusammen zur Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe – später mit dem Zusatz: Evangelische und Ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe – und gründeten einen Verein. 2004 wurde die eKH in einen gemeinnützig anerkannten eingetragenen Verein umgewandelt. 2009 übernahm Margot Käßmann, im Februar 2010 zurückgetretene Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Schirmherrschaft für die „Grünen Damen und Herren“ in der eKH.

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