Gründervater der Atomiade wird für sein Lebenswerk geehrt

Von: hfs
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Heinz Rhein Lebenswerk
War anlässlich der ihm zuteil gewordenen Ehrbezeugung nicht nur überrascht, sondern auch gerührt: Heinz Rhein. Foto: hfs.

Stetternich. Vor wenigen Tagen wurde er 85 Jahre alt, Heinz Rhein aus Stetternich. Sein Name steht gleichbedeutend mit der Ausrichtungen der so genannten Atomiaden innerhalb der Europäischen Forschungseinrichtungen und der daraus dann entstandenen großen Asceri-Gemeinschaft (Association of the Sports Communities of the European Research Institutes), der zurzeit 38 europäische Forschungseinrichtungen aus 15 Ländern angehören. Heinz Rhein ist dessen Gründungsmitglied.

Er kann sich noch recht gut an den 27. Mai 1978 erinnern. Da trafen sich im belgischen Mol Sportler zum „10. Reaktoren-Fußball-Turnier“, in dessen Verlauf dann die Asceri-Gemeinschaft aus der Taufe gehoben wurde. „Ich war damals mehr als erstaunt, dass ich zum ersten Präsidenten gewählt wurde“, lacht Rhein noch heute. Das entgegengebrachte Vertrauen rechtfertigte er insgesamt 25 Jahre in diesem Ehrenamt, denn so lange stand er der Europäischen Gemeinschaft vor, vertrat deren Interessen.

Wie sehr dies auch heute noch im Bewusstsein der Asceri-Vorstandsmannschaft um den amtierenden Präsidenten Henry Koekenberg – Rhein trat anlässlich der 11. Atomiade, ausgerichtet von der Betriebssportgemeinschaft Forschungszentrum Jülich im Jahre 2003, nicht mehr zur anstehenden Wiederwahl an – verankert ist, belegt die freudige Überraschung, die dem Stetternicher anlässlich seines 85. Geburtstages zuteil wurde.

„Lieber Heinz, in Anerkennung als Gründer und für das Engagement, Begeisterung und Fachwissen bei Asceri als Präsident, Koordinator und Botschafter“ übermittelte Koekenberg dem Altersjubilar im Namen der rund 20 000 Asceri-Mitglieder eine Urkunde, die er mit „den besten Wünschen“ persönlich unterzeichnete. Der Urkunde war zu entnehmen, dass Rhein mit dem „Asceri-Board“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. „Dies hat mich wirklich überrascht, und ich sage herzlichen Dank an meine Freunde“, freute sich der Geehrte, einen seiner Nachfolger im August persönlich in Stetternich begrüßen zu dürfen.

Beruflich verhindert

Eigentlich, so war es jedenfalls angedacht, sollte die Überreichung des Award persönlich von Henry Koekenberg mit Mitgliedern des Vorstandes im Heimatort von Heinz Rhein erfolgen. „Sozusagen als Überraschung, aber berufliche Dinge haben dies leider verhindert“, ließ Koekenberg wissen. So darf sich der Ausgezeichnete auf diesen besonderen Moment freuen. „Dann werden sicherlich wieder Erinnerungen ausgetauscht, aber auch über die Zukunft unserer Asceri-Vereinigung debattiert.“

Dass bereits jetzt schon alle Asceri-Veranstaltungen bis zum Jahre 2021 mit entsprechenden Organisations-Teams bestückt und gesichert sind, macht das Gründungsmitglied voller Stolz, richtet diesbezüglich aber auch am amtierenden Präsidenten fest. „Henry Koekenberg verkörpert all das, was einen Mann in einer solchen verantwortlichen Position im Sinne unseres gemeinsamen europäischen Gedankens auszeichnet“, sagt er und betont, dass bei den jeweiligen Begegnungen nicht nur der Sport und die Freundschaft im Vordergrund stehen. „Es werden auch berufliche Erfahrungen ausgetauscht, ein wichtiger Mosaikstein im gemeinsamen Bemühen, unsere Zukunft zu gestalten.“

Dass sich der 85-Jährige weiterhin dem Asceri-Gedanken verschrieben hat, hebt der Belgier Henry Koekenberg besonders hervor. „Unser Freund ist weiterhin noch sehr engagiert, hat immer noch seinen Enthusiasmus und seine Kenntnisse und Erfahrungen, auch als Koordinator und Botschafter, die weiterhin erwünscht und gefragt sind.“ Deshalb wird der „Mann der ersten Stunde“ aus Stetternich auch auf dem Laufenden gehalten, wenn es um die 16. Atomiade im Juni 2018 in Ispra am Lago Maggiore in Italien geht. „Ich hoffe, dass es meine Gesundheit zulässt, dass ich wieder vor Ort den europäischen Gedanken schnuppern kann“, lacht Heinz Rhein.

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