Jülich - Grün-weiße Botschaft verstanden

Grün-weiße Botschaft verstanden

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Jülichs größter „Flachbildschirm” ist ein Fenster: Von hier aus können sich die Vorständler von Grün-Weiß Welldorf-Güsten das Nachwuchs-Training verfolgen. Wenn der Platz bespielbar ist.

Jülich. Besucherdelegationen aus Welldorf-Güsten im Jülicher Rathaus haben in letzter Zeit Tradition. Als es um die Zukunft des Lehrschwimmbeckens ging, machten Eltern und Kinder mehrmals deutlich, was sie wollen.

Als der Haupt- und Finanzausschuss am Montag über einen neuen Sportplatz für den SV Grün-Weiß diskutierte, war fast der halbe Verein dabei. Über 100 Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern und Vorständler sagten nicht viel selbst. Ihr Erscheinen sprach Bände und war nicht erfolglos. Einen neuen Sportplatz wird es geben.

Auf diesen Nenner lassen sich die Wortbeiträge aller Ratsfraktionen bringen, obwohl die Entscheidung vertagt wurde. Fraglich bleibt noch, ob es denn ein Natur- oder ein Kunstrasenplatz wird.

Grundlage der Diskussion war ein gemeinsamer Antrag von CDU, FDP, Grünen und den beiden Ortsvorstehern, der nur einen Naturrasen zum Inhalt hatte. Erich Gussen (CDU) argumentierte für die Antragsteller: Dem Verein sei bereits ein Kunstrasenplatz versprochen worden, der dann aufgrund der letztjährigen Haushaltssperre wieder gestrichen wurde. Jetzt ergebe sich die große Chance, auf die enorme Eigenleistung des Vereins in personeller Hinsicht zurückzugreifen. Durch Spenden, Großveranstaltungen und mehr werde der Verein zudem Geld aufbringen und unter dem Strich Eigenleistungen von 180.000 Euro erbringen. Deshalb müsse die Stadt 350.000 Euro zur Sanierung der Spielfläche aufbringen - in zwei Jahren. Gussen: „Da wird ein großer Wert für die Stadt geschaffen.” Noch dazu in einem „Siedlungsschwerpunkt”.

Das Engagement des SV lobten natürlich alle Parteien. „Wir sind nicht dagegen und honorieren, was der Verein leistet,”, sagte Harald Garding (SPD). Er nahm aber an der Art und Weise des Antrags Anstoß. Das sei planlos. Garding: „Wir verlangen ein Sportstättenkonzept, aus dem hervorgeht, was wir brauchen, was wir unterhalten und uns leisten können.” Sonst betreibe man „Politik auf Zuruf”.

Heinz Frey (Jül) erklärte: „Wenn sich ein Verein so ins Zeug legt, müssen wir das unterstützen.” Er beantragte, die Anlage eines Kunstrasenplatzes zu prüfen und mit dem Verein zu sprechen. Dafür hatte auch die Verwaltung plädiert, da ein solcher Platz zwar teurer, aber günstiger zu unterhalten und ganzjährig bespielbar ist. Ob dann die beantragten 350.000 Euro reichen, scheint fraglich. Vor diesem Hintergrund wurde die Entscheidung erneut vertagt. Diskutiert wird der Antrag abermals am 20. Mai, bevor der Stadtrat am 27. Mai endgültig befindet. Die Besucher gingen nicht zwingend klüger nach Hause. Sie hatten eine Ahnung, aber noch keine Gewissheit.
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