Aldenhoven - Großübung in Aldenhoven: Die Rettungsmaschinerie getestet

Großübung in Aldenhoven: Die Rettungsmaschinerie getestet

Von: ma.ho.
Letzte Aktualisierung:
aldenhovenübungbus
Zwischenzeitlich waren Absprachen über das weitere Vorgehen der Ubung notwendig. Foto: Horrig

Aldenhoven. Für Außenstehende und Schaulustige sah es dramatisch aus. Es handelte sich aber um eine groß angelegte Übung, die das Zusammenspiel zahlreicher Rettungsdienste und Organisatoren erforderte.

Das Szenario war ein sich ausdehnender Zimmerbrand in der Wohnanlage Gut Köttenich, der den Kreis, die Gemeindefeuerwehr Aldenhoven, die Geschäftsleitung der Senioreneinrichtung Gut Köttenich, Feuerwehr Jülich, Rettungsdienste und Notärzte sowie die umliegenden Krankenhäuser Jülich, Linnich und Düren forderte.

Samstag kurz nach 14 Uhr aktivierten Mitarbeiter von Gut Köttenich einen Rauchgenerator, die Brandmelder sprangen an, der Alarm ging los, und die Rettungsmaschinerie setzte sich in Gang. Eine verrauchte Etage erwartete die ankommenden Wehrleute, die sich eiligst an die Arbeit machten, um unter schwerem Atemschutz vermisste und verletzte Personen im Qualm zu suchen, diese zu retten und den inzwischen eingetroffenen Rettungskräften außerhalb des Gebäudes zur weiteren medizinischen Versorgung zu übergeben.

Das Industriegebiet stand am Samstag voll mit Rettungsfahrzeugen, während die Feuerwehr ihre Einsatzzentrale im Schulzentrum Schwanenstraße eingerichtet hatte. Raoul Pöhler, Geschäftsführer der Seniorenwohnanlage, zeigte sich erfreut über den doch positiven Ablauf im Notfall. Während der Rettung der 20 „Verletzten” - dargestellt durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr - musste schnellstmöglich geklärt werden, welche Krankenhäuser aufnahmebereit für die Verletzten waren. Unter anderem wurde über die Rettungsleitstelle Stockheim das Jülicher Krankenhaus kontaktiert. Kurze Zeit darauf lief der interne Notfallplan für Großschadenslagen an.

Über die Krankenhauszentrale wurde abgeklärt, welche Kapazität das Krankenhaus zur Verfügung stellen kann. Es dauerte knapp zehn Minuten, da stand fest: Jülich kann zehn Verletzte aufnehmen. Kurzerhand wurden Ärzte, Intensiv- und Normalstationen, die Küche und die Apotheke für den Notfall in Bereitschaft gestellt. Um 15.30 Uhr erreichten die ersten zwei Verletzten das Krankenhaus Jülich. „Grundsätzlich wird man in der Theorie auf solche Situationen vorbereitet, doch ist es mal gut, wenn bei einer solchen Übung die Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann”, sagte Dirk Offermann, kaufmännischer Direktor des Krankenhauses.

Gegen 17 Uhr war die komplette Übung beendet, an der über 100 Rettungskräfte teilgenommen hatten. Als Beobachter fungierten Gemeindebrandinspektor Wilfried Thelen und sein Vertreter Friedhelm Königstein. Gemeinsam wollen sie mit den Kameraden in der kommenden Woche Manöverkritik zu dieser Übung abhalten und die Erkenntnisse auswerten.

Die Leitung der Übung lag bei Martin Thiedeke, Kreis Düren.

Im Anschluss gab es auf Gut Köttenich für alle Teilnehmer eine wohlverdiente Stärkung.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert