Titz - Großes Interesse in Titz am Bürgerbus

Großes Interesse in Titz am Bürgerbus

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
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Das Konzept Bürgerbus, im Bild ist der voll ausgestattete Kleinbus aus Linnich zu sehen, könnte auch in der Gemeinde Titz ein interessantes Angebot darstellen. Foto: Jonel

Titz. In der Landgemeinde Titz besteht offenbar großes Interesse an der Einrichtung eines Bürgerbusses, um speziell Senioren, die nicht mehr so mobil sind, ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten, das hier bestehende Defizite ausgleichen kann.

Das geht jedenfalls aus den Fragen, Anregungen und Ergänzungen hervor, die der CDU-Fraktionsvorsitzende Robert Holzportz auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt zu diesem Themenkomplex nannte.

Zuvor hatte mit Franz Heckens, Vorsitzender des Landesverbandes von Pro Bürgerbus NRW, ein Fachmann ausführlich die Voraussetzungen aufgelistet und erläutert, die für die Einführung des Bürgerbusses notwendig sind, die es seit 30 Jahren gebe.

Kooperationspartner

„Mehrere Partner arbeiten hier zusammen“, sagte Heckens, der damit einen in Titz noch zu gründenden Bürgerbus-Verein für die Betriebsführung, Gestellung der Fahrer und deren Betreuung, die Gemeinde für Finanzierung bzw. einen Ratsbeschluss, dass die Kommune ein mögliches Defizit abdeckt, sowie ein Verkehrsunternehmen für Konzession und Versicherung aufzählte.

Fördergelder vom Land

Vierter im Bunde wäre das Land, das Bürgerbusvereine und die Finanzierung geeigneter Fahrzeuge fördert. Die Zweckbindungsfrist beträgt dabei sieben Jahre, dann kann die Anschaffung eines neuen Kleinbusses gefördert werden.

Eine weitere Voraussetzung, die Franz Heckens nannte, ist eine Fahrleistung des Bürgerbusses von mindestens 20.000 Kilometern pro Jahr. Zudem gebe es bei den Kleinbussen, mit denen der Linienverkehr absolviert wird, diverse Ausstattungsdetails, die es zu beachten gelte und die teilweise mit einer höheren Förderung bei der Erstanschaffung des Fahrzeuges verbunden sind.

Pro Bürgerbus NRW hilft bei Neugründungen nicht allein durch Rat und Tat, sondern hält im Internet auch mannigfaltige Checklisten für Interessenten vor, die den Bürgerbus in ihrer Kommune etablieren möchten. Regionale Vorbilder gibt es in Linnich, wo sich der Bürgerbus bereits etabliert hat, sowie in Jüchen und Jülich, das im Herbst an den Start gehen will.

In Titz gilt es zunächst, genügend interessierte Personen zu finden, die einen Bürgerbusverein gründen und ein Grobkonzept für den späteren Betrieb erstellen möchten. Ein wichtiger Faktor ist außerdem die Anwerbung ehrenamtlicher Fahrer, die schließlich das Rückgrat des Vereinszweck darstellen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sind passende Kooperationspartner gefunden und spielt auch die Gemeinde mit, kann der eröffnende Antrag beim Land gestellt werden. Dann ist es nicht mehr weit, bis der Bus fährt.

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