Jülich - Großes Interesse an Vortrag beim Seniorenbeirat

Großes Interesse an Vortrag beim Seniorenbeirat

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Jülich. Zum Thema Versteuerung der Rente hatte der Seniorenbeirat unter Vorsitz von Ruth Tavernier-Schwab Interessierte ins Rathaus geladen.

Begrüßen konnte sie auch Bürgermeister Axel Fuchs und die zuständige Dezernentin Doris Vogel. Beeindruckt hat besonders der große Andrang, der laut Seniorenbeirat zeigt, wie verunsichert viele Rentner sind. Der große Sitzungssaal reichte nicht aus, viele Stühle mussten dazugestellt werden, einige Senioren konnten wegen Überfüllung gar nicht teilnehmen.

In den letzten Monaten war in der Presse und in den Nachrichten wiederholt zu lesen und zu hören, dass aufgrund der zum 1. Juli 2016 anstehenden Rentenerhöhung weitere zahlreiche Rentner steuerpflichtig werden. Die meisten haben sich als Rentner seit vielen Jahren nicht mehr mit dem Thema Steuern beschäftigt.

Die landläufige Meinung ist, dass Rentner von der Steuer befreit sind, und so glauben sie, dass schon alles in Ordnung sei. Durch die Möglichkeit der Nachveranlagung können nicht gezahlte Steuern für mehrere Jahre nachgefordert werden. Das verunsichert die Betroffenen natürlich. Deshalb sah der Seniorenbeirat die Notwendigkeit, hier etwas Klarheit zu schaffen.

Karl J. Birgel von der Inform Steuerberatungsgesellschaft hat in seinem Vortrag die Sachlage geklärt und dabei auch viele Ängste genommen. Da das Steuerrecht leider kompliziert ist, kann man keine pauschalen Aussagen treffen. „In der Regel ist nur ein Teil der Rente steuerpflichtig und hängt dann z. B. vom Alter zum Beginn der Rente ab.

Steuerpflichtig heißt nicht unbedingt, dass Steuern zu bezahlen sind“, führt Birgel aus. Systematisch anhand von Tabellen und Beispielen erklärte er die schwierige Materie. Jeder Teilnehmer erhielt eine Zusammenfassung des Vortrages, so dass jeder sich zu Hause noch einmal die Beispiele mit eigenen Zahlen durchrechnen kann. Alle Teilnehmer waren bis zum Schluss gebannt bei der Sache.

Dies zeigten auch die vielen Fragen, die die Senioren während und nach dem Vortrag noch stellten. Karl J. Birgel nahm sich dabei viel Zeit für die Antworten – „ ich bleibe noch bis 17.17 Uhr, dann ist meine Parkuhr abgelaufen.“

Dieser Nachmittag zeigte den großen Informationsbedarf. Da etliche Interessierte aus Platzmangel nicht teilnehmen konnten, überlegt der Seniorenbeirat, die Veranstaltung zu wiederholen.

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