Große Koalition prüft vier mögliche Bürgermeister-Kandidaten

Von: Volker Uerlings
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Wer ist der nächste „Hausherr“ im Neuen Rathaus Jülich? Die große Koalition will nach Möglichkeit einen eigenen externen Kandidaten aufstellen und führt seit dieser Woche Gespräche. Foto: -vpu-

Jülich. Nicht unbedingt nur in der Öffentlichkeit, aber an vielen Theken und bei vielen Festen ist die Bürgermeisterwahl im Spätsommer seit vielen Monaten ein beliebtes Gesprächsthema. Amtsinhaber Heinrich Stommel hat bislang offen gelassen, ob er erneut kandidiert oder nicht.

Der Parteilose steht seit über zwei Jahrzehnten an der Spitze. Er findet bei der Mehrheit im Stadtrat keine Unterstützung, denn CDU und SPD haben im Herbst 2014 einen zumindest für Jülicher Verhältnisse ungewöhnlichen Weg beschritten: Schwarz-Rot hat per Annoncen und Ausschreibung externe Kandidaten gesucht. Denn darin sind sich beide Parteien einig: Ins Jülicher Rathaus müsse „frischer Wind“ einziehen. Dieser Prozess befindet sich auf der Zielgeraden.

Wie SPD-Fraktionschef Harald Garding und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Elmar Fuchs übereinstimmend auf Anfrage darlegen, haben sich auf die Ausschreibung insgesamt zehn Kandidaten beworben. Nach einer Sichtung wurden vier Interessenten zu Gesprächen eingeladen, die seit dieser Woche laufen und bis Samstag beendet sind. Mindestens zwei von ihnen hätten bei der Vorstellung einen „sehr guten Eindruck“ gemacht, sagen sowohl Fuchs als auch Garding.

Beide sind zuversichtlich, dass es in der nächsten Woche zu einer Verständigung auf einen Anwärter kommt, der sich anschickt, Heinrich Stommel zu beerben. Das ist aber noch ein weiter Weg, denn er müsste ihn bei der Wahl am 13. September schlagen, sollte der Amtsinhaber antreten. Falls nicht, braucht der mögliche gemeinsame Kandidat der großen Koalition natürlich auch eine Mehrheit, denn er dürfte nicht allein auf dem Stimmzettel stehen – davon ist zumindest auszugehen.

Gelingt die schwarz-rote Verständigung, soll der Bewerber den Mitgliedern beider Parteien vorgestellt werden, um danach in getrennten Mitgliederversammlungen abstimmen zu lassen. Das alles könnte bis Ende März passieren.

Bei diesem Verfahren stehen der Union noch schwierige Zeiten bevor. Parteichef Elmar Fuchs bestätigte auf Anfrage, dass es auch vier Kandidaten aus den Reihen der Jülicher CDU gebe. Einer ist namentlich bekannt, da es seinen Hut öffentlich in den Ring geworfen hat: Michael Lingnau. Drei weitere Namen werden gemunkelt. Wenn es dabei bliebe, müssten die Jülicher Christdemokraten aus insgesamt fünf Bewerbern auswählen.

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