Jülich - Große Forschung an kleinen Strukturen

Große Forschung an kleinen Strukturen

Von: Axel Borrenkott
Letzte Aktualisierung:

Jülich. Das Forschungszentrum Jülich (FZ) bündelt Stück um Stück seine Kräfte in strategisch wichtigen Bereichen und konzentriert Forschung, Personal und Mittel in neuen Strukturen.

So wird seit Januar das gesamte Gebiet der Nanoelektronik im Peter-Grünberg-Institut (PGI) zusammengefasst. Am Donnerstag wurde dessen Gründung gefeiert. Dank einer Helmholtz-Professur gehört der Physiker Siegfried Mantl (65)zum Forscherstab des Instituts.

Mit der Professur ehrte der FZ-Vorstandsvorsitzende Achim Bachem vor 200 Gästen das Lebenswerk des seit 1973 in Jülich forschenden Physikers. „Schnellere, leistungsfähigere und energiesparendere Informationstechnologien” wollen die Jülicher im neuen PGI erforschen. Benannt ist es nach dem Jülicher Nobelpreisträger Peter Grünberg, der nach wie vor ­ ebenfalls im Rahmen einer Helmholtz-Professur ­ über die Pensionsgrenze hinaus dort forscht.

Auf der Suche nach Alternativen für die an ihre Grenzen stoßende Informationstechnologie, die auf der Ladung von Elektronen als Informationsträger beruht, wird im PGI etwa erforscht, ob und wie sich die magnetischen Eigenschaften von Elektronen, Quanteneffekte oder sogar Biomoleküle für Informationsverarbeitung nutzen lassen. Neue Materialien, Prozesse und Strukturen im Nanometerbereich, die Chips von übermorgen: am Ende kommen immer kleinere und effizientere Computer heraus, für unsere Handys, Laptops und Notebooks.

Das PGI, ein Komplex aus neun Instituten, wurde „in einem offenen und schwierigen Prozess”, so FZ-Vorstandsmitglied Sebastian Schmidt, geformt aus früher 16 Instituten der Festkörperphysik, Bio- und Nanosysteme sowie Systembiologie. „Eine große Herausforderung”, bestätigte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel (CDU) die Bedeutung der vom Bund reichlich geförderten „großen Forschung an ganz kleinen Strukturen”. Eingebun- den ist das PGI in die Forschungsallianz mit der RWTH Aachen (Jara).
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