Großartige Werke in der Pfarrkirche St. Hubertus umgesetzt

Von: ptj
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Im ersten Konzertteil wird die „Mass of the Children“ zu Gehör gebracht, mit Bläserinstrumentalisten und dem Jugendchor aus St. Anna/St. Marien. Foto: Jagodzinska

Welldorf. Begrüßungsworte erübrigten sich bei der Aufführung zweier großer Werke aus der Feder des englischen Chorleiters und Komponisten John Rutter in der voll besetzten Pfarrkirche St. Hubertus Welldorf. In Perfektion zu Gehör gebracht wurden die „Mass of the Children“, in der Fassung für Kammerensemble mit Orgel und Harfe, und das „Magnificat“ als Chor-/Orchesterfassung des biblischen Lobgesang Mariens.

Unter dem Dirigat von Hans-Josef Loevenich harmonierten gemeinsam und im Wechsel der Jugendchor aus St. Anna/St. Marien, die gemischten Chöre „Con spirito“ Düren und „Chorios“ Stetternich, Sopranistin Daniela Bosenius und Bariton Albert Müller und Bläserinstrumentalisten und Harfenist aus dem Dürener Kammerorchester. Gesamtleiter Christian Werres nahm während der „Mass“ an der Orgel Platz.

Das Besondere an der Ende 2003 in New York uraufgeführten „Mass of the Children“ ist die einzigartige Verbindung von Texten und Musik aus unterschiedlichen Kinder- und Erwachsenenperspektiven. Zwar bildet der lateinische Text der Missa brevis (kurze Messe) den Rahmen, diesen füllte Rutter aber mit etlichen englischen Texten, die von Jugendlichen und erwachsenen Solisten gesungen wurden. Gleichzeitig reflektiert die Messe auch die Stimmungen eines Tagesverlaufes vom Erwachen bis zum Einschlafen.

Sie beginnt mit Bischofs Thomas Kens Morgenhymnus „Awake My Soul“, den er für die Schüler des Winchester Colleges geschrieben hat. Am Ende stimmten die Jugendlichen den Abendhymnus „Glory To Thee“ zur lieblichen Melodie von „Tallis' Kanon“ an, während der Erwachsenenchor das lateinische „Dona nobis pacem“ (Gib uns deinen Frieden) zu Gehör brachte.

Nach dem kräftigen Applaus des Publikums nahm Loevenich Platz an der Orgel, und Werres übernahm den Taktstock. Gleichzeitig wechselte die Besetzung des Dürener Kammerorchesters, mit Konzertmeisterin Susanne Trinkaus zogen die Saiteninstrumente ein. Der große Chor blieb unverändert, ferner behielten Sopranistin Daniela Bosenius und die Percussionisten Platz im Chorraum.

Rutters „Magnificat“ wurde 1990 in New York uraufgeführt. Der britische Komponist teilte den lateinischen Text in mehrere Sätze mit unterschiedlichen Charakteren. So sind auch rhythmische Elemente aus lateinamerikanischen Kulturen zu hören, hier ließ sich Rutter von fröhlichen Marienfesten inspirieren.

Nach dem „Magnificat anima mea“ steht ein englisches Gedicht aus dem 15. Jahrhundert als zweiter Satz, nämlich „Of a Rose“, das Maria mit einer Rose vergleicht. „Of a rose, a lovely rose“ wurde stets von klaren Frauenstimmen interpretiert, bevor die Männer einstimmten.

Im dritten Satz „Quia fecit“ ließ Rutter auf den Text des Magnificats „sanctum nomen eius (seines heiligen Namens) den Beginn des Sanctus folgen. Der abschließende Text der Liturgie „Gloria patri“ ist in das lateinische Gebet „Sancta Maria, succure miseris“ (Heilige Maria, hilf den Bedürftigen) eingeschlossen.

Im prächtigen Abschluss erklang das „Sicut erat in principio“ (Wie es war im Anfang) und die Motive aus dem ersten Satz des Magnificats wurden erneut aufgegriffen. Tosender Applaus belohnte die tolle Chor- und Orchesterleistung, brillante Solisten und überzeugende Chorleiter.

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