Grenzüberschreitende Reibekuchen

Von: bw
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In Jülich traf sich das Team des Projekts „Euregionales Kochbuch”, um nach einem Jahr Arbeit gemeinsam die Fertigstellung der digitalen Rezeptesammlung zu feiern. Foto: Wickmann

Jülich. Für alle Feinschmecker dies- und jenseits der euregionalen Grenzen gibt es nun im Internet die Möglichkeit, sich an der Küche und den Spezialitäten des jeweiligen Nachbarlandes zu erfreuen.

Ganz in der Tradition von Omas bekannten Kochkünsten haben sich die Beteiligten des Projekts „Euregionales Kochbuch” aufgemacht, um in Deutschland, der niederländischen Provinz Limburg und im Gebiet der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien altbekannte und neue Rezepte zu sammeln und in digitaler Form einem großen Publikum näher zu bringen.

Unter der Leitung von Katarina Esser vom Jülicher Amt für Kinder, Jugend- und Sozialplanung, ihren niederländischen Kolleginnen Ine Hellwig und Netty Engels-Geurts sowie ihres belgischen Kollegen Roger Rauw und den Landfrauenverbänden der drei Länder ist im Lauf eines Jahres ein umfangreiches Werk entstanden, das nicht nur die Spezialitäten aller Länder vorstellt, sondern auch zeigt, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen den drei Küchen gibt.

„Es ist uns wichtig, mit dem Euregionalen Kochbuch nicht nur die Kontakte innerhalb der Euregio zu stärken, sondern auch viele Rezepte, die den jungen Menschen nicht mehr bekannt sind, vor dem Vergessen zu bewahren”, erklärt Esser. Das von der EU geförderte Projekt, an dem rund 60 Personen mitgearbeitet haben, ist Teil des bestehenden Projekts „Senioren ans Netz”, mit dem ältere Menschen dazu bewegt werden sollen, sich mit dem Internet vertraut zu machen.

Bei einer Feierstunde stellten Katarina Esser und Elisabeth Fasel die neue Internetseite im Jülicher Altenzentrum St. Hildegard vor, auf der neben den Rezepten auch viele Informationen zur Entstehung unter der Rubrik „Küchengeschichten” zu finden sind.

Hierzu wurden zahlreiche Köchinnen aus der Euregio wie Margret Frings aus Aldenhoven, Resi Kalbusch aus Crombach in Belgien oder Marlie van Eijk aus Schinveld in den Niederlanden interviewt. Sie berichten, welche Gerichte es bei ihnen zu Hause gibt und welche Rezepte sie persönlich am liebsten verwenden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort des Jülicher Bürgermeisters Heinrich Stommel, der seine Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass die entstandenen Kontakte in den drei Nachbarländern auch in Zukunft weiter Bestand haben.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass die mehr als 100 veröffentlichten Rezepte, die alle in Kochtreffs in Jülich, Eupen und den Niederlanden ausprobiert wurden, eine echte Bereicherung für alle kulinarisch Interessierten sind. Den Anwesenden wurde unter anderem mit Reibekuchen, die es in allen drei Ländern gibt, demonstriert, wie gut die Küche im Dreiländereck schmeckt.
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