Graureiher nisten erstmals auf Sophienhöhe

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Etwas Besonderes nahe des Inselsees auf der Sophienhöhe: Graureiher nisten erstmals im rekultivierten Bereich. In vier Horsten gibt es derzeit sieben Jungtiere. Foto: RWE
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Jülich. Rekultivierte Landschaften sind beliebte Orte zum Verweilen – nicht nur für Spaziergänger. Auch aus der Tierwelt kommen immer wieder neue Exemplare, die sich in den rekultivierten Tagebauflächen ein Zuhause suchen und dort schnell heimisch werden. In diesem Jahr sind neue Bewohner aus der Luft angereist.

Graureiher haben sich erstmals auf der Sophienhöhe am Tagebau Hambach angesiedelt und dort ihren Nachwuchs ausgebrütet. „Das ist schon etwas Besonderes, denn obwohl man die auffälligen Vögel beinahe überall im Gebiet beobachten kann, gibt es nur ganz wenige Brutkolonien“, so RWE-Power Biologe Ulf Dworschak.

Eine kleine Kolonie aus rund 15 Tieren hat nun den Inselsee am Westabhang der Sophienhöhe als Brutplatz für sich entdeckt. Mit einem Fernglas sind sie von den beiden bestehenden Aussichtspunkten gut beobachtbar. Von dort stört man die Vögel auch nicht, die sich geschützt auf der Insel angesiedelt haben. Erst kürzlich wurden vier besetzte Horste mit mindestens sieben fast flüggen Jungtieren bei der Fütterung beobachtet.

Die rekultivierten Flächen der ehemaligen Tagebaue im Rheinischen Revier gelten bei Experten weltweit als vorbildlich. Das bestätigt die Natur immer wieder selbst: Neben der Ansiedlung der Graureiher gibt es beispielsweise auch in der Schmetterlingsforschung bemerkenswerte Vorkommnisse.

Unter den in den letzten Jahren nachgewiesenen Faltern sind sieben Arten, die auf der Roten Liste geführt werden und im Naturraum ausgestorben oder stark gefährdet sind.

„Insgesamt sind in der Rekultivierung im Rheinischen Braunkohlenrevier mittlerweile rund 3000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten heimisch geworden, von denen einige zuvor sogar als ausgestorben galten“, berichtet Dworschak.

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