Tetz - Graffiti-Kurs: Farbenmeer statt weißer Wand

Graffiti-Kurs: Farbenmeer statt weißer Wand

Von: Kr.
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Eine Woche lang arbeiteten die Jugendlichen mit Frank Wise (hintere reihe, 3.v. links) an ihrem Graffiti für die Eheleute Röring. Foto: Kròl

Tetz. So eine Möglichkeit findet sich für Jugendliche selten. Ganz legal sprühen – wann haben sie dazu schon einmal Gelegenheit? Den Eheleuten Wilfried und Mechthilde Röring aus Tetz hatten sieben Jugendliche aus der Mobilen Jugendarbeit in Linnich dies zu verdanken.

Eine weiße Wand schließt ihr Grundstück in Tetz ab, das direkt am Rurradweg liegt. Schon lange hatten sie darüber nachgedacht, diese Wand zu verschönern und stellten sich ein Graffiti vor, dass Tetz und seine Umgebung darstellen sollte. Ihre Nachbarin Sandra Pannitz wies die Eheleute auf die mobile Jugendarbeit hin und so nahmen sie Kontakt zu deren Leiterin Varinja Mijou Wirtz auf. Natürlich sollte dieses Graffiti auch gut aussehen und so wurde geplant und überlegt, wie das Projekt am besten angefasst werden könnte.

Von ihren Kollegen erfuhr die junge Sozialarbeiterin von Frank Wise, einem Graffiti-Künstler, der schon häufig mit Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet hatte. Gemeinsam erstellte man einen Entwurf und dann legten die Jugendlichen auch schon los. Eine ganze Woche lang trafen sich die Jugendlichen im Hause Röring, fertigten Skizzen und Schablonen an, übten an der weißen Wand die Spraytechnik, zogen Striche, füllten Flächen aus, ehe es ernst wurde.

„Willkommen in Tetz“, leuchtete nun den Radfahren und Spaziergängern entgegen. Dazu gibt es jede Menge Landschaft, die Rur und der Radweg schlängeln sich durchs Bild, Bäume und Blumen sind zu sehen und mit Hilfe von Schablonen wurden Vögel, Fische, Schmetterlinge und andere Tiere aufgesprüht.

Wie im Fluge verging für sie alle diese Woche, zumal sie bei der Familie Röring eine ganz tolle Aufnahme fanden. Regelrecht verwöhnt wurden sie dort mit reichlichen Getränken, leckerem Essen und man merkte den Eheleuten an, wie wohl sie sich im Kreise der jungen Menschen fühlten. Auch das Ergebnis konnte sich sehen lassen, nachdem Frank Wise ihm noch einen letzten Schliff verpasst hatte.

Er nutzte diese Gelegenheit allerdings auch, die Jugendlichen vom illegalen Sprayen abzuhalten, erzählte freimütig von sich selbst und seiner Arbeit mit anderen Jugendlichen. Natürlich ist eine solche Ferienaktion nicht kostenlos, Farben sind teuer und froh war Varinja Wirtz, dass sowohl die Familie Röring als auch ihre Nachbarin die Arbeiten auch finanziell unterstützten.

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