Jülich - Gospelkonzert in der Propsteikirche begeistert das Publikum

Gospelkonzert in der Propsteikirche begeistert das Publikum

Von: René Blanche
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Der Frauenchor des Forschungszentrums Jülich trug seinen klangvollen Teil dazu bei, dass das Gospel-Konzert in der Propsteikirche zu einer Botschaft reiner Lebensfreude geriet. Foto: Blanche

Jülich. Whoopi Goldberg, die zusammen mit ihren Ordensschwestern singend, klatschend und schwungvoll tanzend in einer Kirche den Herrn preist – der Begriff Gospelmusik erinnert viele gleich an die Bilder aus dem Hollywood-Klassiker „Sister Act“, der im Jahr 1993 mit zwei Golden Globes ausgezeichnet wurde.

Jüngst fand in der Jülicher Probsteikirche St. Maria Himmelfahrt ein Gospelkonzert statt, bei dem sowohl der Chor der Musikschule Kreuzau „ConVoice“ als auch der Frauenchor des Forschungszentrums Jülich die vielen Gäste zum schwungvollen Mitklatschen einluden.

Doch, was hat es auf sich mit dieser Musik, deren afrikanische Wurzeln so deutlich zu erkennen sind, und die sich weltweit immer größerer Beliebtheit erfreut? Gospel bedeutet etwa frohe Botschaft und leitet sich aus dem altenglischen god (gut) und spel (Erzählung) her.

Im deutschen Sprachgebrauch versteht man darunter jene christliche, afroamerikanische Stilrichtung, die sich am Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem sogenannten „Negro Spiritual“ sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat. Dem Zuhörer, zu dessen Hörgewohntheiten, die Kirchenmusik Mitteleuropas gehört, mutet Gospelmusik zunächst sehr rhythmisch und schwungvoll an. In afroamerikanischen Kirchengemeinden gehört es durchaus dazu, dass nicht nur der Gospelchor selbst, sondern auch die Zuhörer selbst lautstark mitsingen, klatschen und tanzen. Und so hielt es auch das gut gelaunte Publikum in der Propsteikirche stellenweise nicht mehr auf den Plätzen.

Sowohl der Chor „ConVoice“ als auch die Sängerinnen des Forschungszentrums lieferten unter der musikalischen Gesamtleitung von Sabine Gerigk Drees eine glanzvolle Vorstellung voller musikalischer Lebensfreude ab. Mit Titeln wie „What a happy day“, „Sing to the Lord“ oder „Clap your hands and sing Halleluja“ wurde geistliche Musik zum feierlichen Erlebnis.

Trotz der Größe der Propsteikirche – im amerikanischen Raum sind die Kirchen afroamerikanischer Glaubensgemeinden eher klein – gelang es, selbst die Zuhörer in den hintersten Reihen mitzureißen. Ein kräftiger Applaus, der fast ebenso rhythmisch war wie die Musik an diesem Abend, war der Dank des begeisterten Publikums.

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