Linnich - „Good News“ und „Klangvoll“: Grandioses Konzert in kleinem Rahmen

„Good News“ und „Klangvoll“: Grandioses Konzert in kleinem Rahmen

Von: Kr.
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Mit „Canticle oft the Cross“ begeisterten die Chöre „Good News“ und „Klangvoll“ aus Aachen das Publikum in der voll besetzten evangelischen Kirche in Linnich. Foto: Krol

Linnich. Wer die Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde in Linnich, Youna Park, kennt, weiß, dass sie immer wieder für eine Überraschung gut ist. Neben ihrer Arbeit als Organistin betreut und leitet sie auch den Gospelchor „Good News“ und unternahm mit ihm in der Vergangenheit bereits zweimal Ausflüge in die Klassik.

Gemeinsam führte man bereits das Weihnachtsoratorium auf sowie das Stabat mater. Nun stand passend zur Passionszeit die Kantate „Canticle oft he Cross“ von Joseph Martin auf dem Programm, die den Weg Jesu von seinem Einzug in Jerusalem bis zum Kreuz beschreibt. Dabei hat sich der Komponist von keltischen Volksliedern und Hymnen inspirieren lassen.

Unterstützt wurde der 20köpfige Linnicher Chor von dem Gospelchor „Klangvoll“ aus Aachen unter der Leitung von Eduardo Kwon, so dass letztendlich rund 50 Sänger und Sängerinnen den Chorraum in der kleinen evangelischen Kirche am Altermarkt fühlten. Und sie hätte an diesem Tag weit größer sein können, denn voll besetzt war das Gotteshaus mit den vielen Musikfreunden, die eine Stunde der Ruhe und Besinnlichkeit suchten und gleichzeitig ein wunderbares Konzert erleben wollten.

Bestens eingestellt präsentierten sich die beiden Chöre, die sich ein halbes Jahr lang auf dieses Konzert vorbereitet hatten. „Youna Park führt den Chor wunderbar. Da bereitet es uns auch keine große Schwierigkeiten vom Gospel zum klassischen Chorgesang zu wechseln, “ erklärte eine der Sängerinnen. Unterstützt und mitgetragen wurden die beiden Chöre außerdem von einem zwölfköpfigen mit hochkarätigen Musikern besetzten Kammerorchester, die mit ihren Instrumenten vor allem mit Harfe, Flöte und Schlagzeug den keltischen Charakter der Musik unterstrichen.

Und so begann die Kantate mit einem jubilierenden Hosianna und endete mit dem getragenen, trauervollem „A Tree once stood“ und „Consolation oft he Cross“ um dann mit dem Epilogue auszuklingen, bei dem sich die Hoffnung auf Auferstehung wiederspiegelt. Doch nicht nur Canticle of the Cross machte dieses Konzert zu etwas besonderem. Der erste Teil wurde bestimmt von einigen Instrumental und Solo-Musikstücken.

Auf zahlreiche hochklassige Künstler kann Youna Park meist zählen, wenn sie eines ihrer Konzerte zusammenstellt. Und so war es auch dieses Mal. Mit Anne Katrin Sandmann hatte sie eine Flötistin dazu gewonnen, die den Abend mit Jacob van Eyck und „Once Vader im Himmelryck“ wirkungsvoll eröffnete. Ein Streicherquintett begleitete Namgyu Hwang, Klarinette, bei seinem Klarinettenkonzert 2. Satz KV 622 von W.A. Mozart, der sein Publikum ebenso begeisterte wie seine Vorgängerin und Shin-Woo Kang auf der Oboe und „Nella Fantasia „ von Ennio Morricone. Nicht vergessen werden aber darf Sangmin Jeon, Tenor an der Wuppertaler Oper.

Sein Vortrag des Panis Angelicus von Cesar Frank und sein Agnus Dei von Bizet begeisterte das Publikum. So wurde auch dieses Konzert wieder zu etwas ganz Besonderem und das Publikum dankte Sängern und Musikern sowie Youna Park, die die Gesamtleitung in Händen hielt mit anhaltendem Applaus. 

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