Goltsteinschule auf neue Herausforderungen vorbereitet

Von: Antonius Wolters
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Eingerahmt von Bürgermeister Ulrich Schuster (r.) und Heinrich Unterberger (l.) präsentiert sich das Leitungsteam der Schule mit Angelika Imkamp-Klein (v.r.), Jürgen Rudig und Konrektor Helmut Gülden. Foto: Wolters

Inden. Wenn das dreiköpfige Leitungsteam der Indener Goltsteinschule im Rathaus anrückt, hat das in der Regel einen besonderen Grund: Diesmal war es ein für die Gemeinde eher trauriger, denn Schulleiter Jürgen Rudig nahm Abschied. Er wird Schulrat im Heinsberger Kreishaus, zuständig für Haupt- und Förderschulen.

„Ich habe mir das gewünscht“, begründet der 56-Jährige seine Bewerbung zum Schulrat, hätte aber auch nichts dagegen gehabt, wenn die berufliche Veränderung, die er nach fünfeinhalb Jahren in Inden anstrebte, nicht geklappt hätte. Jürgen Rudig wertet seine Berücksichtigung auf dem neuen Posten im Kreis Heinsberg nicht zuletzt als „Anerkennung der Arbeit in Inden“.

Die zollten ihm auch Bürgermeister Ulrich Schuster („ein Glücksgriff“) und Heinrich Unterberger, sein Stellvertreter in der Verwaltung und auch zuständig für die Schulen der Gemeinde. Die Komplimente gab der scheidende Schulleiter gerne zurück. Er habe selten eine solche Unterstützung für einen Schulstandort erlebt, sagte Rudig und dankte für die gute Zusammenarbeit und gestand: „Ich bin immer gern nach Inden gekommen.“

An der Goltsteinschule – die Umbenennung ist erst vor wenigen Monaten erfolgt – ist Jürgen Rudig seit Juli 2008 tätig. Er war seinerzeit von der Alsdorfer Pestalozzischule – ebenfalls eine Hauptschule – in den Kreis Düren gewechselt. In Inden hat er bewiesen, was Hauptschulen leisten können.

Viele Auszeichnungen

Davon zeugen nicht zuletzt die vielen Auszeichnungen in diversen Wettbewerben, beispielsweise der Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“, dessen Plakette gleich mehrfach das Gebäude an der Merödgener Straße ziert. Solche Wettbewerbsteilnahmen waren kein Selbstzweck, sondern hatten stets einen Bezug zu Schülern und Lehrerkollegium, die durch die sich einstellenden Erfolge zusätzlich motiviert worden sind, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Der gemeinsame Unterricht für Regel- und Förderschüler war ein weiterer Schritt, um das Überleben des Schulstandortes zu sichern, als von der Inklusion allenfalls in Fachkreisen die Rede war. „Ich hinterlasse ein sehr schönes und geordnetes Haus“, verwies Rektor Rudig auf die vorbildlichen Ergebnisse der jüngst erfolgten Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung in Köln.

Konrektor Helmut Gülden wird jetzt die Hauptschule zunächst kommissarisch leiten. Er wird im Leitungsteam der Goltsteinschule durch Angelika Imkamp-Klein unterstützt. „Ich habe vollstes Vertrauen ins Team“, weiß der scheidende „Chef“, dass die Bildungseinrichtung damit in besten Händen ist, was dem Vernehmen nach auch Schulrat Hülshorst so sieht. Wann ein Nachfolger ernannt wird, steht nämlich noch in den Sternen. „Mehr Dynamik wäre wünschenswert“, meldet der Bürgermeister hier leise Kritik an.

Keine Kritik, sondern Lob und Geschenke gab es dagegen für Jürgen Rudig. Ulrich Schuster überreichte ihm ein Exemplar der Tulpe „Indeland“, eine Flasche Wein aus Trauben, die am Hang über einem Braunkohlensee gereift waren und einen in Plexiglas eingelassenen Indemann.

Als besonderes Bonbon sind die Anmeldezahlen zu werten, die besser sind als 2013.

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