Goltsteinkuppe: Kein Kahlschlag und kein Eintritt

Von: Volker Uerlings
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Inden. Eine Formulierung wurde in der Indener Ratssitzung am Mittwochabend erstaunlich oft benutzt: „ergebnisoffen”. Das darf wohl auch als Zugeständnis an mehrere Dutzend Anrainer der Goltsteinkuppe zwischen Inden/Altdorf und Lucherberg verstanden werden, die durch ihre Präsenz im Rathaus das große Interesse an der Planung des Indemann-Umfeldes kundtaten.

Wie berichtet, befürchten einige Anwohner die Zerstörung „ihres Naherholungsgebietes” durch Funsportaktivitäten auf den Hängen der ehemaligen Abraumhalde.

Bürgermeister Schuster versuchte, die Diskussion zu versachlichen: „Heute schließen wir nicht ein Verfahren ab, sondern wir beginnen es.” Wie es endet, „ist völlig offen.” Der Verwaltungschef verwies freilich auch darauf, dass der geplante Freizeitbereich auf der Goltsteinkuppe nicht aus heiterem Himmel auf der Tagesordnung stehe, sondern Gegenstand mehrerer Gutachten in den letzten Jahren gewesen sei. Schuster: „Die Pläne wurden in öffentlichen Gremiensitzungen erläutert, beraten und gebilligt.”

Beim „Bebauungsplan Freizeitzentrum Goltsteinkuppe”, dessen Aufstellung samt öffentlicher Beteiligung der Gemeinderat einstimmig beschlossen hat, geht es um die Festlegung verbindlicher Rahmenbedingungen zum Beispiel für Investoren auf dem Plateau und am Nordhang der Kuppe. Die Unterlagen der Planung werden vier Wochen lang öffentlich ausliegen. Anwohner und Betroffene können dann Einwände erheben und Vorschläge unterbreiten. Zudem ist am 23. April eine Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Inden/Altdorf geplant.

Die Vertreter aller Ratsfraktionen betonten ebenfalls, die Anliegen der Bürger nicht aus den Augen verlieren zu wollen.

Zwei „Beruhigungspillen” gab der Bürgermeister den vielen Gästen im Ratssaal mit, bei denen er sich jetzt schon festlege: „Erstens muss niemand, der mit seinem Hund dort unterwegs ist, Eintritt bezahlen. Und zweitens wird es keine Rodung von zwei Drittel der Böschungsbereiche geben. Das versichere ich Ihnen.”
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