Jülich - Goldjubiläum von Organist Helmut Kleinbauer gefeiert

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Goldjubiläum von Organist Helmut Kleinbauer gefeiert

Von: jago
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Zur Feier der „Goldhochzeit“ führte Martina Kreßner den Jubilar Helmut Kleinbauer zu seiner geliebten Orgel. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Der Organist ist der, der zumeist nicht gesehen wird“, beschrieb Pfarrer i. R. Dr. Thomas Kreßner den Alltag und das Schicksal der Kirchenmusiker, die im Verborgenen wesentlich zum würdevollen Gesamteindruck von Gottesdiensten oder beispielsweise Hochzeits- und Tauffeiern beitragen.

Helmut Kleinbauer ist einer dieser Musiker, der die „brausend, wunderschöne mal tänzelnde, mal schluchzende oder jubilierende Musik“, wie Martina Kreßner es ausdrückte, seit nunmehr 50 Jahren in der Christuskirche zum Klingen bringt. Zur Feier des Goldjubiläums ihres Organisten und Chorleiters hatte die Evangelische Kirchengemeinde Jülich zu einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Bonhoeffer-Haus eingeladen.

Kanon auf den Goldjubilar

Vielstimmig begrüßten die Gemeindemitglieder und Gäste den Orgeljubilar im Gemeindezentrum mit einem zu dessen Ehren getexteten Kanon-Quodlibet. „50 Jahre auf der Orgelbank! Dafür sagt ihm die Gemeinde Dank. Er ist der große Star heut‘ für die Gästeschar“, wurde das kleine Gratulationsprogramm treffend umrissen.

Pfarrer Horst Grothe erhob das Orgelspiel zum „Herzschlag des Gottesdienstes“ und wagte einen amüsanten gedanklichen Spaziergang durch die Möglichkeiten, womit sich ein Organist während der Predigt beschäftige. Vom Lesen eines Krimis bis hin zum Lernen polynesicher Vokabeln reichten die nicht immer ganz ernst gemeinten fantasievollen Ideen.

Der Gospelchor verblüffte auch zur Freude der vielen anwesenden Kinder mit einer lustigen Handpuppen-Carmen-Arie. Karin Schröck-Vietor und Harry Petrask reihten sich mit Ansprachen in den Kreis der Gratulanten ein, eine Abordnung des Kindergartens sang und spielte ein rhythmisches Lied zu Ehren von Helmut Kleinbauer.

Grußworte der ehemals in Jülich tätigen Pfarrerin Karin Latour („Danke, du Weggefährte“) und des Militärdekans Reinhard Gorski („Dein Spiel erwärmt unser Herz und erhebt unsere Seele“) berührten den Jubilar sichtlich. Ebenso zeigte er sich sehr angetan von einem Quartett für Oboe und Streicher von Mozart, das die Familie Grooß ihm zu Ehren einstudiert hatte.

Mit einer lustig-verspielten Goldhochzeitsansprache, die das „Paar Kleinbauer-Orgel“ an Anfänge und das Einander-näher-Kommen erinnerte, erheiterte Martina Kreßner die Versammlung. Auch Dr. Werner Kullbach thematisierte kurz die Anfänge und betonte die stets ausgezeichete Zusammenarbeit mit dem Chor: „Es ist eine gute Tradition, dass wir uns vorher immer abstimmen.“ Am Ende erinnerte Dr. Kreßner mit einigen Fotos an das Wirken des Organisten, dem er eine „unglaubliche Improvisationslust“ bestätigte.

Helmut Kleinbauer beließ es nicht beim herzlichen Dank für die ihm entgegen gebrachte Würdigung, sondern ließ erkennen, dass er mit viel Freude weiter als Organist zur Verfügung stehen werde. So jedenfalls deuteten die Gäste sein Schlusswort: „Dann bis vielleicht in zehn Jahren zum 60!“

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