Gnadenkapelle wird nach Sanierung neu eingesegnet

Von: Adi Zantis
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Besonders hervorgehoben wird von den Kirchenvorstandsmitgliedern Heinz-Josef Neumann (v. l.), Klaus Schmandt und Ralf Herhut vor dem Osteingang für die Pilger auch die neue Möglichkeit zum fließenden Durchgang bis zur Westseite der Gnadenkapelle. Foto: Zantis

Aldenhoven. Die dritte und letzte Wallfahrtswoche der Aldenhovener Oktav steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Festtages zur Wiedereröffnung der Gnadenkapelle.

Nach dem Festhochamt am Sonntag, 11. September, um 11 Uhr in St. Martinus wird der Aachener Weihbischof Karl Reger mit der Übertragung des Gnadenbildes auch die umfassend restaurierte Kapelle erneut einsegnen.

Über die Jahrhunderte hinweg geht das Ereignis der Aldenhovener Wallfahrt auf das Jahr 1654 zurück, als der fromme Dietrich Mülfahrt in einer Linde eine Muttergottesstatue entdeckte, die zweimal aufleuchtete und als göttliches Zeichen gedeutet wurde. Dieses Ereignis überzeugte such den Jülicher Herzog Philip Wilhelm, der daraufhin eine Gnadenkapelle erbauen ließ. Die Aldenhovener Wallfahrt wurde 1659 mit dem Grundwort „Zuflucht der Sünder“ offiziell anerkannt.

Durch erhebliche Beeinträchtigungen über viele Jahre hinweg wurde für die Kapelle bereits 2009 ein fortschreitender bedenklicher Zustand des Bauwerkes sowohl in den Außenmauern als auch im Innern diagnostiziert. Mit diesem Befund waren dann dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen notwendig geworden, die vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland durchgeführt wurden.

Möglich geworden waren diese Vorgehensweisen zum Erhalt der Gnadenkapelle auch mit einer finanziellen Unterstützung durch Spenden, Sammlungen und Fördermittel sowie mit großzügiger Hilfestellung durch das Bistum Aachen, der Bundes- und Landesregierung im Zusammenspiel mit den jeweiligen Angeordneten aus dem Kreis Düren.

Die abschließende Oktav 2016 beginnt in Aldenhoven unter dem Leitgedanken „Mutter der Suchenden und Fragenden“ am Sonntag, 4. September, um 11 Uhr mit einem feierlichen Hochamt. Zelebrant ist Pfarrer Dr. Peter Joecken. Am Mittwoch, 7. September, wird um 10.15 Uhr zur heiligen Messe mit Krankensalbung in der Seniorenwohnanlage „Gut Köttenich“ mit Pater Költringer eingeladen. Am Donnerstag, 8. September, folgt um 19 Uhr eine Pilgermesse mit Bergleuten in St. Martinus.

Für Freitag, 9. September ist um 19 Uhr unter Leitung von Hermann Josef Meurer das „Taizé-Gebet“ vorgesehen. Auch die Pilger aus Manheim und Zweifall werden zum Abschluss der Oktav am Samstag, 10. September, um 19 Uhr an der Wallfahrtsmesse teilnehmen.

Wie vom Kirchenvorstand mitgeteilt wird, soll mit der Gründung eines Kapellenvereins auch für die Zukunft das Bemühen um den Erhalt des „Aldenhovener Wahrzeichens“ fortgeführt werden. Mit einem gesonderten Aufruf werden ab sofort Mitglieder-Meldungen für den Kapellenverein entgegengenommen.

Am Eröffnungs-Festtag wird nach dem feierlichen Hochamt zusätzlich noch zu einer „Stunde der Begegnung“ auf dem Vorplatz an der Kirche eingeladen. Das denkwürdige Ereignis kann dann auch mit Ansprachen durch die Ehrengäste nachträglich gebührend gewürdigt werden.

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