Glücksfall fürs Stadtarchiv: 50.000 Negative erzählen Geschichten

Von: Christina Diels
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50.000 Negative hat Hobbyfotograf Heinz Breuer hinterlassen: Die Sichtungsarbeit ist vollbracht für (v.l.) Peter Nieveler, Horst Dinstühler, Winfried Cremerius, Heidi Schacht und Günther Büllersbach. Foto: C. Diels

Jülich. Kaum ein Schützenfest hat Heinz Breuer in Stetternich verpasst, nur selten eine goldene Hochzeit versäumt und nie eine Karnevalssitzung verschlafen. „Da wo was los war, da hat er fotografiert”, sagt Günther Büllersbach (71).

Alles, was vor seine Linse kam, hat er abgelichtet: Polterabend, Kinderkommunion, Maifeiern, runde Geburtstage und bauliche Veränderungen. Büllersbach muss es wissen. Nicht nur, weil er wie Breuer aus Stetternich kommt, sondern weil er in den vergangenen zwei Jahren mit Heidi Schacht (78) und Winfried Cremerius (65) den Nachlass des Hobbyfotografen gesichtet hat.

Es ist ein wahrer Schatz, den seine Witwe Annekäthe dem Jülicher Stadtarchiv vermacht hat. Archivleiter Horst Dinstühler spricht von einem Glücksfall. Für Privatpersonen und Vereine aus Stetternich und vor allem für Wissenschaftler, die sich für Volkskunde interessieren. „Manchmal bekomme ich aus einem Ort ein Foto, wenn es hoch kommt auch mal 20”, sagt er. Im Fall Breuer zählt er 50.000 Negative, rund 2000 Fotos, zehn Fotoalben und ein Dutzend Din-A4-große Fotografien mit Passepartout.

Um das Material, das Breuer zwischen 1948 bis 2006 aufgenommen hat, zu ordnen, holte sich Dinstühler Unterstützung aus dem Freundekreis Jülicher Stadtarchiv. Seit März 2008 sichten Cremerius, Büllersbach und Schacht jeden Mittwochvormittag Negative, ordnen sie, tüten sie ein in Pergaminhüllen und beschriften sie.

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