Aldenhoven - Glücksfall für die Evangelische Gemeinde Aldenhoven

Glücksfall für die Evangelische Gemeinde Aldenhoven

Von: gre
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Superintendent Jens Sannig (r.) überreichte in der Aldenhovener Auferstehungskirche die Ordinationsurkunde der neuen Prädikantin Karla Harf (2.v.l.). Foto: Greven

Aldenhoven. Das Leitwort für ihren Ordinationsgottesdienst hatte sich Karla Harf selbst ausgesucht aus dem Psalm 118 „Dieser Festtag ist ein Geschenk des Herrn. Heute wollen wir uns freuen und jubeln! Hilf uns doch Herr! Gib uns Glück und Gelingen!“

Es war ein Festtag für die Evangelische Kirchengemeinde, die mit der 62-jährigen Erzieherin und langjährigen Leiterin des Evangelischen Kindergartens „Arche“ eine neue Prädikantin einführte. Zusammen mit Pfarrer Charles Cervigne und den beiden anderen Prädikanten Ralf Lüddens und Judith Cervigne verfügt die Gemeinde nunmehr über vier Seelsorger.

Auf Menschen als Seelsorger, die mitten im Leben stehen und über eine Menge Lebenserfahrung verfügen, legt die Evangelische Kirche großen Wert. Und Karla Harf ist ein besonderer Glücksfall für Aldenhoven. Hier hat sie Jahrzehnte als Kindergärtnerin gearbeitet (Superintendent Jens Sannig: „Auch eine Art Seelsorge“).

Der Ordination geht eine zweijährige Seminarausbildung voraus. Nun darf Karla Harf, die in Alsdorf wohnt, wie der Priester predigen, Abendmahl feiern, taufen, Trauungen und Beerdigungen vornehmen.

Auch Erwachsene führen

Als Grundlage für seine Festpredigt nahm Superintendent Sannig die Lesung aus dem 2. Buch Mose über den „brennenden Dornbusch“, in dem Jesus die Sammlung irdischer Schätze ablehnt, auf die himmlischen verweist und als Beispiel die Jünger Jesu nennt, die alles aufgegeben hatten, um Jesu zu folgen. Der neuen Prädikantin gab er mit auf den Weg, nunmehr auch die Erwachsenen auf dem Weg zu Gott zu führen, auch ihnen Seelsorger zu sein. „Sie mögen immer wieder ihren Schatz neu entdecken und weitergeben.“

Sannig sprach die Ordination aus mit den Worten „Die Heilige Schrift soll dein Auftrag sein“. „Gott wir danken dir, dass du Karla Harf berufen hast, leite sie durch den heiligen Geist, bewahre sie vor Anfechtungen und Zweifeln.“ Viele Grüße und Glückwünsche von Weggefährten nahm Frau Harf entgegen, von den anwesenden Priestern, Prädikanten und Freunden, unter anderem von Michaela Stroben und ihren Mitarbeiterinnen vom Kindergarten „Arche“.

In ihrer Schlusspredigt nahm Karla Harf als Leitgedanken die Begegnung des Apostels Petrus mit dem gelähmten Bettler. Sie ermutigte die Menschen, nicht einfach so dazusitzen, sondern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. „Tu was! Wenn ich denke, ich bin ein Versager, bin ich gelähmt. Gott fordert ihn auf zu gehen. Er übernimmt dann die Verantwortung dafür.“

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