„Glück hat viele Gesichter“: Ausstellung zur Inklusion

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Die Ausstellung „Glück hat viele Gesichter“ in der Sparkassenfiliale umfasst zwölf grafisch gestaltete Texttafeln. Foto: Stadt Jülich

Jülich. Offiziell haben fast zehn Prozent der Deutschen eine Behinderung. Im Alltag am ehesten wahrnehmbar sind Menschen, die im Rollstuhl fahren, sich mit Blindenstock orientieren oder in Gebärdensprache unterhalten.

Behinderungen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, wie Lernschwierigkeiten oder Depressionen, gehen in unserer Gesellschaft schnell unter oder werden ausgegrenzt. Der Weg in ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft ist für viele Menschen mit Behinderung bis heute schwer.

Mit der Forderung der Inklusion gehen Befürchtungen, Ängste und Vorbehalte einher. Bereits vor zehn Jahren ist die Stadt Jülich mit dem Arbeitskreis für ein Inklusives Jülich dieser Problematik nachgegangen. Daraus entstand eine Ausstellung, die Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung zeigt. Der Titel „Glück hat viele Gesichter“ kann den Eindruck entstehen lassen, dass die dargestellten Personen vom Leben begünstigt sind. Sie meistern ihr Leben trotz der Einschränkungen mit Mut und Optimismus.

Dennoch darf nicht vergessen werden, dass ihr Alltag auch von Rückschlägen, Depressionen und der Intoleranz der Umwelt begleitet ist. Um ihr Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten, mobilisieren sie viel Kraft und Kreativität. Und nicht nur das: Die Erwachsenen setzen sich mit großem Engagement für andere ein. Sie alle sind bereit, einen Teil ihres Lebens in dieser Ausstellung zu zeigen. Damit möchten sie ermutigen, offen und unbefangen mit dem Thema Behinderung umzugehen.

Die Tafel eines Jugendlichen, der anonym bleiben will, stellt an jeden Betrachter am Ende die Frage: „Wie gehe ich mit behinderten Menschen um?“ Der Arbeitskreis für ein inklusives Jülich setzt sich seit Jahren auf vielfältige Weise für die Integration von Menschen mit Behinderungen ein. Wer Interesse hat, kann sich über ausliegende Flyer informieren. Präsentiert werden die zwölf grafisch gestalteten Texttafeln bis zum 19. September in der Sparkasse am Schwanenteich zu den Öffnungszeiten. Die Ausstellung kann auch entliehen werden. Anfragen an das Amt für Familie, Generationen und Integration, Telefon 02461/63411.

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