Glanzvolles Konzert mit Palm Concertino

Von: Hilde ViehöFer-Emde
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Professor Stefan Palm (3. von rechts) mit seinen Musikern stimmten die Zuhörer in der voll besetzten Schlosskapelle auf Weihnachten ein. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. In der stimmungsvollen Atmosphäre der Jülicher Schlosskapelle musizierte traditionell das „Palm Concertino“ mit einem ausgewogenen Programm. Die Musiker um den Jülicher Professor Stefan Palm boten in diesem Jahr Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, deren festlicher Charakter bestens auf Weihnachten einstimmte.

Stefan Palm gelang es auch in diesem Jahr, hochkarätige Musiker zu verpflichten, deren instrumentales Können und perfektes Zusammenspiel, aber insbesondere die Freude am Musizieren auch das Publikum begeisterte.

Das „Konzert für Cembalo und Orchester F-Moll“ von Johann Sebastian Bach wies Stefan Palm als glänzenden Solisten am Cembalo aus. Bach, der als Schöpfer der Cembalo-Konzerte gilt, hat als Erster dem Continuo-Instrument im Zusammenspiel mit dem Orchester solistische Individualität und eine führende Rolle gegeben, wobei das Instrument noch nicht als absolut selbstständiger Partner auftritt.

Harmonisches Gleichgewicht

Stefan Palm arbeitete die Fülle an musikalischen Erfindungen elegant heraus und wusste den Wechsel zwischen solistischen Parts und zurückhaltenden Passagen in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Traumhaft schön gelang der elegische Largo-Satz, während die Ecksätze von spielerischer Leichtigkeit lebten.

Den Solopart bei dem „Konzert für Violoncello und Orchester A-Moll“ von Antonio Vivaldi übernahm Matthias Purrer. Sein klangvoll weicher Ton machte im sauberen Zusammenspiel mit Cembalo und Orchester die Barockmusik zum Hörvergnügen.

Ein vollendeter kleiner Kosmos, in sich harmonisch abgeschlossen, ist die Komposition „Concerto Grosso Fatto per la Notte di Natale“ von Arcangelo Corelli“. Seinen besonderen Reiz machen die Wechsel zwischen langsamen, sanglichen und lebhaft polyphonen Sätzen aus. Das Ensemble bot feinstes ausgewogenes Musizieren zwischen Grosso (Tutti) und Concertino Parts, bei denen Violine und Cembalo als Solisten agierten. Beide Klanggruppen lösten sich im Vortrag in wiederkehrenden Themen ab. Das Ensemble erreichte ein harmonisches Gleichgewicht in Ton und Ausdruck.

Romantischer Klang

Große Brillanz und Spielfreude zeigte Stefan Palm bei dem „Konzert für Cembalo und Orchester KV 414“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Der romantische Klang, verstärkt durch den Einsatz von Oboen und Hörner, sein wunderbar schlichtes Andante und sein lieblicher Ausdruck machen den Reiz des Werkes aus.

Das Programm schloss mit dem gern gespielten festlichen „Kanon und Gigue D-Dur“ von Johann Pachelbel. Eine Zugabe und ein gemeinsames Lied rundeten ein Konzert ab, das die Zuhörer beglückte und auf den Frieden des Weihnachtsfestes einstimmte.

Großer Applaus des begeisterten Auditoriums galt den Solisten Stefan Palm und Matthias Purrer und dem Ensemble „Palm Concertino“.

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