Glanz des Barock bereichert die Linnicher Kulturwoche

Von: Nicola Gottfroh
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Das Ensemble „Camerata Aachen” begeisterte das Linnicher Publikum während der Kulturwoche mit einem wundervollen Barockkonzert. Foto: Gottfroh

Linnich. Ein musikalisches Schmankerl wurde Freunden der Barockmusik in der Evangelischen Kirche geboten. Im Rahmen der Linnicher Kulturwoche präsentierte sich das Ensemble „Camerata Aachen” bei einem erhebenden Konzert in dem Gotteshaus des kleinen Rurstädtchens.

Die Musikerinnen Bettina Herbst und Frederike Krost-Lutzker (Traversflöten), Suzanne van der Helm (Blockflöten) Katja Dolinski (Gambe) sowie Harald Lochner am Cembalo boten der Zuhörerschaft eine besinnliche Stunde mit Klängen der vergangenen Epoche und führten dem Publikum die Schönheit der Barockmusik vor Augen bzw. Ohren.

Beeindruckende Flötistinnen

Zum Repertoire der Künstler gehörten an diesem Abend Stücke von bedeutenden Komponisten wie Joseph Bodin de Boismortier, Johann Jakob Brand, Georg Philipp Telemann, Diogenio Bigaglia und Joachim Quantz. Nicht nur die Werke, die die Musiker im kompletten Ensemble intonierten, beeindruckten die Zuhörer. Vor allem die Flötistinnen sorgten für Begeisterungsstürme des Publikums. So vollbrachten Bettina Herbst und Frederike Krost-Lutzker mit ihren Traversflöten wahre Glanzleistungen.

Das hohe Niveau ihres musikalischen Könnens bewiesen die Musikerinnen nicht nur bei Wilhelm Friedemann Bachs „Duett Nr. 1” für zwei Traversflöten, was vom Publikum mit tosendem Applaus gewürdigt wurde. Auch bei Joachim Quantz „Triosonate in C-Dur” für Block- und Traversflöte, bei dem Suzanne van der Helm bewies, dass die Blockflöte ein eindrucksvolles und nicht zu verachtendes Instrument ist, begeisterte die Zuhörer. Bei Quantz Meisterwerk traten die beiden Instrumente in einen regelrechten Wettstreit, konkurrierten miteinander und ergänzten sich dennoch auf ganz wundervolle Weise.

Kulturereignis für Linnich

In der Interpretation der G-Dur-Sonate von Bodin de Boismortier beeindruckten vor allem die wehmütigen Harmonien, die Katja Dolinski der Gambe und Harald Lochner dem Cembalo entlockten. Mit tosendem Beifall würdigte das Publikum dieses wunderbare Konzert als Glanzleistung und beeindruckendes Kulturereignis für Linnich.

Im Anschluss an das Konzert hatten die Musikfreunde noch Gelegenheit, bei einem Sektempfang im Pfarrhaus mit den Musikern in Kontakt zu treten und den Konzertabend bei interessanten Gesprächen in der Rückschau erneut zu genießen.
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