GFC Düren 99 gewinnt die 1. Offene Jülicher Stadtmeisterschaft

Von: sas
Letzte Aktualisierung:
12364161.jpg
Trotz des verletzungsbedingten Finalabbruchs war die erste offene Stadtmeisterschaft des SC Jülich 1910/97 für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Foto: Sascha Schiffer

Jülich. Es war die 25. Minute im Finale der 1. offenen Stadtmeisterschaft des SC Jülich 1910/97 im Karl-Knipprath-Stadion, als ein Spieler des GFC Düren 99 nach einem harten Foul zu Boden ging und liegen blieb. Die Verletzung führte letztlich zum Abbruch des Finales beim Stande von 1:0 für den GFC 99.

Schnell war klar geworden, dass eine so schwerwiegende Verletzung vorlag, dass die Verantwortlichen einen Krankenwagen herbeiriefen. Nach erster Diagnose von Spielern und Betreuern hatte sich der Dürener die Schulter ausgekugelt. Während beide Mannschaften auf den Krankenwagen warteten, „haben sich beide Teams in einvernehmlicher Absprache dazu entschlossen, das Spiel abzubrechen“, erklärte Michael Lingnau, 1. Vorsitzender von Jülich 10. Somit wurde der GFC Düren 99 vorzeitig um Sieger der 1. Offenen Jülicher Stadtmeisterschaften erklärt.

Am Dienstag und Mittwoch waren die Vorrundenspiele im Karl-Knipprath-Stadion ausgetragen worden. Acht Mannschaften aus dem Jülicher Umkreis spielten in zwei Gruppen um den Einzug ins Halbfinale. Nach jeweils drei Gruppenspielen standen die Halbfinalisten fest. In Gruppe A setzten sich der SC Inden-Altdorf und der FC Rurdorf durch. In Gruppe B der SC Jülich 1910/97 und der GFC Düren 99.

Für die „Zehner“ als Veranstalter war die Teilnahme der acht Mannschaften bereits ein großer Erfolg: „Letztes Jahr hatten wir bereits versucht eine Stadtmeisterschaft zu veranstalten, jedoch gab es von den Teams aus dem Umkreis keine Resonanz, weshalb das Turnier nicht stattfand“, erklärte Peter Kosprd, stellvertretender Vorsitzender von Jülich 10. „Vergangenes Jahr haben wir den Fehler begangen, ein Anmeldeformular rauszuschicken, das keiner ausgefüllt hat. Dieses Jahr haben wir direkt mit den Trainern der jeweiligen Mannschaften gesprochen. Mit Erfolg“, sagte Kosprd.

Nach einem Tag Erholungspause wurde die Finalrunde am Freitag bestritten. Anders als in den Vorrunden gingen die Halbfinalspiele und das Finale über 45 Minuten. Im ersten Halbfinale besiegte der GFC Düren 99 die Mannschaft aus Inden-Altdorf deutlich mit 3:0. Der SC Jülich 1910/97 gewann mit 3:0 gegen den FC Rurdorf.

Die Mannschaft aus Rurdorf war jedoch verletzungsbedingt nur mit neun Spielern angetreten. Vor dem Endspiel zeigten sich die Trainer beider Finalisten zufrieden mit der bisherigen Turnierleistung: „Wir sind im Turnier noch ohne Gegentor. Als einzige Mannschaft aus der Kreisliga C spricht diese Leistung für den Kampfgeist der Mannschaft“, sagte Alex Kremer, Trainer des GFC Düren 99. „Wir haben bereits in der Vorrunde 0:0 gegen Jülich gespielt. Jetzt stehen wir im Finale und wollen das Ding auch gewinnen“, erklärte Kremer.

Ausgeglichen

Auf Jülicher Seite war man vor dem Finale etwas vorsichtiger: „Ich bin zufrieden mit der bisherigen Leistung, sehe Düren im Finale aber als Favoriten, da wir verletzungsbedingt mit fünf Spielern aus der zweiten Mannschaft antreten“, sagte Dirk Räder, Co-Trainer der „Zehner“. Diese vorsichtige Einstellung zeigte sich aber nicht auf dem Platz. In einem sehr ausgeglichen Spiel hatte Jülich leichte Vorteile in der Anfangsphase. Bereits nach sieben Minuten kam es zu einer ersten guten Freistoßsituation.

Nach knapp einer Viertelstunde aber überrumpelte der GFC 99 mit einem langen Ball in die Spitze Jülichs Abwehr und erzielte durch einen schönen Schuss von David Jansen in die linke Ecke das 1:0 für Düren. Es war der erste wirkliche Torabschluss der Dürener. Acht Minuten später hatte Jülich 10 noch die große Chance auf den Ausgleich, als Sergio Ascione nach einem langen Pass in die Spitze den Ball nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei setzte. Kurze Zeit später kam es zu dem Foul, das zum Spielabbruch führte.

Trotz der bedauernswerten Umstände, die zum Spielabbruch führten, war Alex Kremer sehr zufrieden mit dem Ausgang des Turniers: „Wir wären gerne über die volle Distanz gegangen, aber auch so haben sich die Jungs diesen Sieg, nach dieser Turnierleistung, redlich verdient.“ Im Anschluss durfte das GFC 99-Team nicht nur den Pokal in die Höhe stemmen, sondern konnte sich auch über eine Siegprämie von 300 Euro freuen. Im nächsten Jahr heißt es dann Titelverteidigung, da „dieses Turnier auf jeden Fall weitergeführt wird“, sagte Lingnau.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert