Inden/Altdorf - Gewerkschafter im Zeichen der Geschichte

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Gewerkschafter im Zeichen der Geschichte

Von: ptj
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Die Geehrten der IG BCE im Geuenicher Hof: In der Bildmitte hält Peter Combach seine Urkunde für 60-jährige Treue in Händen. Foto: Jagodzinska

Inden/Altdorf. Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Industriegewerkschaft „Bergbau, Chemie und Energie” (IG BCE), Ortsgruppe Inden-Lucherberg, waren Jubilarehrungen für 25- bis 60-jährige Treue zur Gewerkschaft.

Die 45 Auszeichnungen, darunter die einer Frau, nahm die Leiterin der übergeordneten Bezirksgruppe Alsdorf, Heike Arndt, vor, die traditionell die jeweilige Mitgliedsdauer mit einem Rückblick auf deutsche (Gewerkschafts-)Geschichte verknüpfte.

Das Ende der Lebensmittelkarten

So wurden vor 60 Jahren, als Peter Combach in die Gewerkschaft eintrat, in der Bundesrepublik und Westberlin die Lebensmittelkarten aus dem Verkehr gezogen. Die Interessengemeinschaft „Farben” wurde aufgelöst, 169 Fabriken des Konzerns an andere unabhängige Gesellschaften übertragen. Vor 50 Jahren leitete Herbert Wehner mit seiner Grundsatzrede im Bundestag den Kurswechsel der SPD in der Außenpolitik ein und bekannte sich zur Nato. Zu diesem Zeitpunkt wurden Friedrich Bausch, Josef Boddenberg, Siegfried Daniels, Karl-Heinz Neumuth, Manfred Schlammer, Franz-Josef und Rolf Schmitz, Hermann Ulsperger und Josef Vahsen Mitglieder.

Vor 40 Jahren formierte sich Willy Brands erstes Kabinett. Das Erdgas-Röhren-Geschäft war das bislang größte Ost-West-Wirtschaftsabkommen zwischen der UdSSR und der BRD. Ein erstes deutsch-deutsches Treffen sorgte für Aufsehen auf der politischen Bühne. Vor der Vertragsunterzeichnung zur Aussöhnung mit Polen kniete Willy Brand am Mahnmal des Warschauer Ghettos nieder. Damals entschlossen sich Gottfried Crützen, Franz-Reiner Heesen, Manfred Hölterhoff, Johann Müller, Matthias Pütz, Hermann-Josef Römer, El Miloud Zairi und Michael Ewald, in der Gewerkschaft mitzuarbeiten.

Vor 25 Jahren fusionierten die Stahlwerke Krupp & Klöckner in Essen. Ziel war die Vermeidung des Abbaus von damals 42000 Arbeitsstellen. In den letzten zwei Jahren wurden 15000 Stellen abgebaut. Vor 25 Jahren startete die Aktionswoche des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Einzelgewerkschaften gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus mit dem Slogan „Mach meinen Kumpel nicht an”.

1985 traten die meisten der Geehrten der Ortsgruppe bei, und zwar: Frank Beginn, Ralf Braun, Hans-Werner Breuer, Wilfried Büsch, Hubert Dorn, Dirk Fittkau, Josef Hennes, Stefan Janisch, Franz-Peter Kettner, Ulrich Knabe, Ralf Kujat, Rainer Kupke, Manfred Laws, Frank Leisten, Hans-Gerd Müller, Ferdinand Nehrenheim, Ludwig Pütz, Petra Quast, Josef Rübsteck, Michael Schmetz, Rainer Schmitz, Frank Schumacher, Dieter Sommer, Josef Tirtey, Siegfried Weyergans, Walter Weisweiler und Markus Müller.

Das Rahmenprogramm beim gemütlichen Beisammensein gestaltete die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Langerwehe, Löschzug Luchem, unter der Leitung von Martina Keller. Heike Arndt wünschte sich gemeinsam mit Ortsgruppenvorstand Helmut Jopek vor allem, dass die Gewerkschaftsmitglieder im größten Industriestandort NRW die IG in ihren Ortsgruppen weiter so tatkräftig unterstützen wie in den vergangenen Jahrzehnten.
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