Gewerbegebiet Merscher Höhe: Der Rat lässt prüfen

Von: spl
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Jülich. Die Reduzierung der Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen wird wohl schon zum 1. April diesen Jahres deutlich gekürzt werden - also in gut vier Wochen.

Für den Eigentümer des Geländes der ehemaligen Sendeanlage auf der Merscher Höhe bedeutet das aller Wahrscheinlichkeit nach einen finanziellen Verlust. Diese Mutmaßung wurde am Donnerstagabend im Jülicher Stadtrat angsichts der jüngsten bundespolitischen Entwicklungen angestellt.

Der Investor möchte bereits seit geraumer Zeit eine Photovoltaikanlage auf dem Y-förmigen Grundstück errichten lassen. Auf dem südlichen Teil des Geländes könnte ein Gewerbegebiet entstehen. Eile war nach Wünschen des Investors wohl bereits von Anfang an geboten.

Noch früher wird schwierig

War ursprünglich aber eine Senkung der Einspeisevergütung erst zum 1. Juli zu erwarten, ist es jetzt mehr als unwahrscheinlich, dass bereits bis zum nun neuen Termin Anfang April das Großprojekt umgesetzt werden kann. Darüber waren sich die Mitglieder des Stadtrats am Donnerstag einig. Dennoch zeigten sich die Kommunalpolitiker grundsätzlich gegenüber dem Projekt aufgeschlossen, trotz vorangegangener Diskussionen im Vorfeld, über die wir ebenfalls berichteten.

Die Ratsmitglieder stimmten ohne Gegenstimme oder Enthaltung für die Prüfung der planungsrechtlichen Voraussetzungen. Die Verwaltung wird demzufolge damit beauftragt, Vorbereitungen zu treffen, die die Ausweisung eines Gewerbegebiets und einer Photovoltaikanlage im Bereich der früheren Sendeanlage ermöglichen.

Der RP muss zustimmen

Dazu bedarf es allerdings der Zustimmung der Bezirksregierung Köln. Ein Treffen mit Vertretern der Bezirksregierung auf dem Grundstück der ehemaligen Sendeanlage hatte bereits kurz vor der Ratssitzung stattgefunden. Das Ergebnis dieses Ortstermins wurde im Rat allerdings weitestgehend offengelassen. Es sei darum gegangen, dass sich die Beteiligten ein umfassendes Bild von dem Gelände machen konnten, erklärte Bürgermeister Stommel allgemein auf Nachfragen.

Nach wie vor steht also nicht fest, was aus dem Grundstück wird. Zwar hat die Politik ein erstes positives Signal gegeben. Es darf aber dennoch angenommen werden, dass in diesem Jahr das Schicksal des Grundstücks zum Dauerthema in Rat und Ausschüssen werden wird.
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