Gevelsdorfer Floristin Julia Erven gewinnt internationalen Wettbewerb

Von: ptj
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Preisträgerin mit Trophäe: Julia Erven aus Gevelsdorf ist leidenschaftiche Floristin. Foto: Jagodzinska

Gevelsdorf. „Meinen Beruf lebe ich nicht nur 40 Stunden in der Woche, sondern auch in meiner Freizeit“ – das sagt die 24-jährige Floristin Julia Erven, die den mit 800 Euro dotierten ersten Preis im Internationalen Gefäßpflanzenwettbewerb (IPM) in Essen gewonnen hat.

Siegeszeichen ist der große IPM-Wanderpokal in Form einer Blume, der richtig viel Gewicht auf die Waage bringt und fast so groß ist wie Julia selbst. Zur Jury zählten Fachleute vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner und des Fachverbandes Deutscher Floristen. „Ich wollte schon immer mal mitgemacht haben, allerdings fehlte mir bis jetzt der Mut“, gesteht die junge Frau.

Von ihrer Chefin Susanne Schmitt – Landesmeisterin der Floristik – ermutigt, fasste sie sich ein Herz und meldete sich gleich in allen drei Wettbewerbskategorien Strauß, Deko-Topfpflanze und Gefäßpflanzung an. Jahresthema war „Nun wächst zusammen“. Das floral zu gestaltende Motto bezog sich auf die Wiedervereinigung Deutschlands vor 25 Jahren. Zusammenwachsen konnten laut Ausschreibung aber auch Stiele, Farben, Formen und Texturen.

Gärtner und Floristen durften sich an beliebig vielen Disziplinen beteiligen, alle Wettbewerbe wurden mit Preisen ausgezeichnet. Den großen IPM-Messecup bekam aber nur, wer beim Strauß und einer zweiten Arbeit die insgesamt höchste Punktzahl erreichte. 99 Punkte und den ersten Platz brachte Julias kreative Einzelpflanze in einem einbetonierten Matrazenstück ein, das durch Moospolster in eine Schachbrettform gebracht worden war. Hinzu wurden 92 Punkte für ihren wunderschönen, in Ranken verschlungenen Strauß addiert.

„Silberne Rose“ nächstes Ziel

Was plant Julia für die Zukunft? Sie möchte bei ihrer Chefin im exklusiven Düsseldorfer „Blumenhaus am Hofgarten“ bleiben und viel von ihr lernen. Ihr nächstes Ziel ist der Preis „Silberne Rose“ in der Landesmeisterschaft der Floristen in NRW. Sie möchte „nicht so klassisch sein wie die anderen“, vielleicht strebt sie irgendwann einmal die Selbstständigkeit an.

„Selbstständig arbeiten ist bei mir das Einfachste“, betont die junge Frau, die auf einem Bauernhof in Gevelsdorf mit vielen Tieren aufgewachsen und „aus dem einfachsten Holz überhaupt geschnitzt ist“, wie sie bescheiden behauptet. Jeden Morgen steigt sie um 6 Uhr in ihr Auto und fährt nach Düsseldorf, nach der Arbeit kehrt sie wieder nach Gevelsdorf zurück. Mittwochs ist ihr freier Tag.

Dann werkelt sie in ihrem roten Blechcontainer, den ihre Eltern ihr für ihr Hobby zurechtgemacht haben, und bietet wunderschöne Maiherzen aus Krepppapier, „Kügelchenbilder“ oder Hochzeitsdeko zum Verkauf an. Ihr kreatives Geschick hat sich herumgesprochen. Neben der Arbeit mit Pflanzen liebt es Julia, mit Tieren zu arbeiten und sie zu pflegen.

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