Getigertes Pony „Texas” erobert die Kinderherzen

Von: ma.ho.
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Ludwig Traber schaffte es, mehrere Stühle mit dem Kinn zu jonglieren, assistiert von Chantallé. Foto: Horrig

Jülich. Am Wochenende machte der in Österreich beheimatete Zirkus Barlay in Jülich Station. Von Weitem leuchtete schon das schmucke rote Zweimastzelt des Kleinzirkus und zog die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich.

Das Unternehmen, geführt von Karina Degen und Ludwig Traber, gab ein dreitägiges Gastspiel, wobei der Zulauf sehr erfreulich war. Trotz lausigen Wetters strömten viele kleine und große Zirkusfreunde an die Manege und warteten, Popcorn und Zuckerwatte essend, gespannt auf den Beginn der Vorstellung. Dann ging das Licht aus, kurz darauf warfen Scheinwerfer ihre Lichtkegel in die Manege und auf Ludwig Traber, der das Programm eröffnete: „Manege frei in Jülich - hier beginnt der Spaß!”

Erstaunlich ist, was Wille und Tatkraft bewirken können. Der traditionsreiche Zirkus, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1790 zurückreichen, hatte im November sein Zelt verloren und stand damit vor dem Aus. Klein aber fein - so präsentierte sich Circus Barlay in Jülich und gestaltete ein traditionelles Zirkusprogramm für jedermann.

Duft von Manege und Popcorn

„Ich liebe den Duft von Manege und Popcorn”, hauchte eine ältere Dame auf ihrem Platz. „Es ist genau wie früher und wäre so schade, wenn solche kleineren Familienunternehmen von der Bildfläche verschwinden würden. Sie bewahren letztendlich noch ein Stückweit Kulturgut”. Geboten wurde ein traditionelles Programm für jedermann. Artisten und Tiere in der Manege vermittelten Zirkusflair live und aus nächster Nähe. Die Zuschauer dankten es ihnen mit kräftigem Applaus.

Den Auftakt machte Miss Karina mit ihrer Hula-Hoop-Reifen-Nummer zu südamerikanischen Rhythmen. Diesem schwungvollen Beginn folgte eine artistische Einlage von Ludwig Traber, der es schaffte, sieben Stühle mit dem Kinn zu jonglieren, assistiert von Chantallé.

Zum Liebling der Kinder mauserte sich das getigerte Pony „Texas”, das nicht nur Walzer tanzen kann, sondern auch höflich das Publikum begrüßte. Herzhaft lachen durften alle, als Clown Erna tollpatschig die Manege betrat. Erheiterung gab es auch mit dem springenden Lama „Hansi”, das gekonnt und artig widerlegte, dass Lamas nur spucken.

Nach einer kurzen Pause setzte Miss Karina die Show mit einem gelungenen Drahtseilakt fort und auch der Clown „Beppo” (Mario Thomas) wusste genau, wie man das Publikum begeistert. Der Pinscher „Don” war der Star in einer fetzigen Hunderevue. Bevor das Finale eine angenehme und unterhaltsame Zeit im Zirkus beendete, setzten die Auftritte des Clowns und Feuerschluckers „Ramagani” circensische Akzente.
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