Gestaltungsideen der Bürger von Linnich ausdrücklich erwünscht

Von: Otto Jonel
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Die äußere Gestaltung der Linnicher Rurstraße ist der offensichtliche Aspekt, aber eben nicht der einzige. Auch auf der Hauptdurchgangsstraße die Verkehrssitution erfordert das besondere Augenmerk der Stadtplaner. Foto: Jonel
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Kurt Beaujean (l.) und Karl-Heinz Herzogenrath vom Stadtmarketing-Verein hoffen auf einen guten Rücklauf bei ihre Aktion „Bürgerteiligung“. Foto: Jonel

Linnich. Den ersten Haushalten im Linnicher Stadtgebiet war die Einladung schon am Freitag zugestellt worden: Der Stadtmarketing-Verein „Wir in Linnich“ ruft eine Bürgerbeteiligung aus und lädt dazu ein, eigene Ideen einzubringen, die „Zukunft der Rurstraße“ aktiv mit zu gestalten.

„Es geht jetzt richtig los!“, freut sich Kurt Beaujean, Vorsitzender der Stadtmarketing-Vereins. Es kommt Bewegung in eines der größten Projekte der Linnicher Stadtentwicklung der zurückliegenden Jahrzehnte: die Gestaltung der Rurstraße und ihrer Nebenbereiche, zu denen nicht zuletzt der Komplex Stadthalle und der Place de Lesquin zählen.

Der Stadtmarketing-Verein hat einen bemerkenswerten Teil Gedankenarbeit schon gemacht. Erstmals beim Stadtfest wurden die Gestaltungskonzepte öffentlich vorgestellt, die Vereinsmitglied Dr. Stefan Kasselmann, Physiker am Forschungszentrum, unterstützt von dem Körrenziger Architekten Andreas Matzerath in einer Computergrafik erfahrbar werden ließ. „Unsere Planung ist ein Einstiegsmodell“, erhebt Beaujean keinen Anspruch, mit diesem Entwurf gleich das einzig wahre Zukunftsmodell entwickelt zu haben.

Stadt und Politik – „Ohne beide geht nichts.“ – sind mehr als neugierig geworden. Gleich in der ersten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses nach der Sommerpause (2. September) soll der Verein dieses Konzept der Rurstraßen-Gestaltung mit innerörtlichem Fahrradweg, einer außengastronomischen Aufwertung des Weyergässchens und unter Einbeziehung der Schlüsselbereiche Place de Lesquin, Postgelände samt ehemaliger Schlecker-Filiale vortragen.

In dem Verbund derer, die sich der Zukunft der Stadt widmen, sollen die ebenfalls zu Wort kommen, die in der Stadt leben – die Bürger.

Per Wurfsendung werden alle Haushalte in der Kernstadt und in den Stadtteilen aufgefordert, sich in den Entwicklungsprozess einzubringen. Bis zum 18 August können sich Interessierte zu einer rund fünfstündigen Veranstaltungen am 6. September in einer der Schulen am Bendenweg anmelden. Dort wird in Gruppen diskutiert, wie die Umgestaltung der Rurstraße aussehen sollte, und festgehalten, was dabei unbedingt umgesetzt werden soll. Die Essenz dieses Nachmittags soll als „qualifiziertes Meinungsbild“ den politisch Handelnden an die Hand gegeben werden.

Die Antwortkarten zur Bürgerbeteiligung können im Geschäft Herzogenrath in Linnich, Löffelstraße 5, abgegeben werden. Anmelden zur Veranstaltung am 6. September kann man sich auch per Internet unter www.wirinlinnich.de

Vom Stadtmarketing-Verein ausdrücklich begrüßt und als „brillant“ bezeichnet wurde die Initiative der Stadtverwaltung, die Aachener Planungsgruppe mwm ins Boot zu holen. Die renommierten Stadtplaner haben unter anderem das Quartierszentrum Soziale Stadt in Setterich umgesetzt.

Neben den Verkehrsplanern Rödel & Pachan, dem Ingenieurbüro Quadriga, zuständig für die Straßenplanung, erwartet sich Beigeordneter Hans-Josef Corsten eine Schlüsselantwort aus einer Aufgabe, die mwm bereits in Angriff genommen hat: „Ganz wichtig für mich ist, was die verkehrliche Begutachtung ergibt.“ Dies werde entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der Rurstraße haben.

Einen wichtigen Termin haben sich Stadt und Stadtmarketingverein schon vorgemerkt: Am 22. August wird Ralph Jakob, Städtebauförderung Bezirskregierung Köln, zum Stadtrundgang erwartet. Er wird sich einen Eindruck von Ist-Zustand und Vorstellungen verschaffen, bevor die konkreten Änderungspläne und Anträge auf Fördermittel in absehbarer Zukunft auf seinem Schreibtisch landen werden.

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