Geschwindigkeitsanzeige mit leuchtendem Smilie

Von: hfs.
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Freuen sich, dass nun die Geschwindigkeit der Autos auf der Daubenrather Straße nicht nur gemessen, sondern auch aufgezeichnet werden kann: Ortsvorsteher Claus Hinrich Neuenhoff, Ordnungsamtsleiter Hans Pinell und Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs. Foto: hfs.

Daubenrath. „Sie fahren 24 Stundenkilometer.“ Erfreut registrieren Daubenraths Ortsvorsteher Claus Hinrich Neuenhoff, Jülichs Ordnungsamtschef Hans Pinell und Bürgermeister Axel Fuchs die zwei roten Digitalzahlen auf der Geschwindigkeitsanzeigetafel.

Sie nehmen auch das direkt nachfolgende lachende grüne Smilie-Zeichen für den umsichtigen Autofahrer wahr, der die Kasterstraße mit der maximalen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h befährt. Die Anlage, die nicht nur die Geschwindigkeit anzeigt, sondern auch auf das jeweilige Fahrverhalten mit Emotionssymbolik reagiert, ist seit wenigen Tagen in Betrieb und im Besitz der Stadt Jülich, wobei ein Sponsor die Hälfte der Finanzierung übernahm.

„Dass wir hier nun eine Kontrolle der gefahrenen Geschwindigkeiten haben, verdanken wir dem Ortsvorsteher“, meinte Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs mit Blick auf Neuenhoff. Der ist schon seit mehr als 20 Jahren Ortsvorsteher in der kleinen Ortschaft Daubenrath, in der tagsüber ein beschaulicher Verkehr herrscht. „Aber zu Dienstbeginn und Arbeitsende geht es hier schon zügig zu“, berichtet Neuenhoff von den jahrelangen Beschwerden der Anlieger.

Seine erste Idee, Blumenkübel entlang der Kasterstraße aufzustellen, wurde zügig umgesetzt. Die für die Aktion gesammelten Sponsorengelder reichten auch noch für eine Bepflanzung. „Die Pflege haben dann die Bewohner übernommen“, erinnert sich Neuenhoff, der im Vorjahr mit der Idee der Geschwindigkeitsanzeigetafel kam. 3500 Euro waren notwendig, Geld, das die Stadt Jülich nicht hatte.

Der Daubenrather Ortsvorsteher fand einen großzügigen Sponsor. Und in Axel Fuchs den Mann, der sein Versprechen wahr machte, im Falle einer Bürgermeisterwahl dafür Sorge zu tragen, dass die Stadt sich mit einem gleich hohen Eigenanteil an der Anschaffung des „Speed-Displays“ beteiligt.

„Für uns war es wichtig, dass wir nicht nur die gefahrene Geschwindigkeit, sondern auch Tag und Uhrzeit ablesen konnten“, erklärte Hans Pinell beim Ortstermin. Denn die wird gespeichert und anschließend in einem bestimmten Rhythmus vor Ort auf ein Lesegerät übertragen.

Der Ordnungsamtschef freut sich auch darüber, dass das Gerät problemlos an anderen Orten aufgestellt werden kann. Und neben der Datenerfassungsfunktion kann das neue Speed-Display noch eines: Es können auch verdeckte Messungen vorgenommen werden. „Das heißt, die Daten werden erfasst, angezeigt wird jedoch nichts“, schmunzelte Claus Hinrich Neuenhoff.

Auf diese Weise können polizeiliche Maßnahmen, sprich Radarkontrollen, genau dann angesetzt werden, wenn die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen auf dem Datenträger des Gerätes genau die Uhrzeit wiedergibt, zu der die Raser kommen und sich der Fuß-vom-Gas-Effekt durch die optische Anzeige nach einer gewissen Eingewöhnung verschlissen hat.

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