Geschichtsvereine planen 2016 vier Veröffentlichungen

Von: ptj
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Mit Blick auf den vorläufigen Höhepunkt: die kooperierenden Geschichtsvereine Jülich und Opladen mit ihren Vorsitzenden Michael Gutbier (OGV, l. vorne) und Guido von Büren (JGV, r. vorne). Foto: Jagodzinska

Jülich. Nach einem „arbeitsintensiven und erfolgreichen Jahr“ blicken die Geschichtsvereine aus Jülich (JGV) und Opladen (OGV) auf den „vorläufigen Höhepunkt“ ihrer Kooperation. Seit rund acht Jahren arbeiten sie zusammen und haben vor vier Jahren einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Bei ihrem traditionellen Rück- und Ausblick „zwischen den Jahren“ im Hexenturm fiel das Resümee wegen der ambitionierten Doppelausstellung 2016 und des passend zurechtgeschnittenen Begleitprogramms entsprechend kürzer aus. Bereits „rheinlandweit wahrgenommen“ wurde das ehrgeizige und öffentlich geförderte Projekt „Danke Berlin – 200 Jahre Preußen am Rhein“ mit der Ausstellung „Tiefernst und stumm ist hier die Welt“, gefolgt von einem zweitägigen Workshop in Bensberg. „Im Preußenlook“ sind deshalb auch die beiden Programmhefte „gegossen“, wie der Jülicher Geschichtsvereinsvorsitzende Guido von Büren es ausdrückte. Dabei handelt es sich um die Pocket-Ausgabe des Gesamtprogramms und das in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Schumacher zusammengestellte Reiseprogrammheft im DIN A 3-Format.

Die Doppelausstellung wird vom 2./3. Juli bis zum 18. Dezember zeitgleich in Jülich und Leverkusen gezeigt. Das Grundkonzept ist an beiden Standorten gleich, „Unterschiede wird es in der Exponat- und Betrachtungslage geben“, wie der Opladener Geschichtsvereinsvorsitzende Michael Gutbier betonte. Im Laufe der Ausstellung wird dazu „eine Mischung aus Ausstellungskatalog und Aufsatzband“ gereicht. Zwei von jeweils vier geplanten Publikationen begleiten mit jeweils eigenem Vereinscover den Themenkomplex: „Adlige Frauen auf der Suche nach Freundschaft und Liebe“, das sich mit der Korrespondenz der Familien von Jülich-Kleve-Berg und von Arenberg im 16. Jahrhundert auseinandersetzt, wird ab April erscheinen. „Das preußische Jahrhundert“, das als Abschlusspublikation Jülich, Opladen und das Rheinland zwischen 1815 und 1914 in den Blick nimmt, wird ab Oktober zu beziehen sein. Ein Jahreskalender mit Motiven und Kurzinformationen aus Opladen und Jülich zählt zur Schriftenreihe des Projektes, das mit insgesamt 140.000 Euro vom Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, dem Landschaftsverband Rheinland, der NRW-Stiftung und Sponsoren gefördert wird. Ferner beziehen sich drei Referate in den Vortragsreihen auf die Städte Jülich und Opladen sowie auf das gesamte Rheinland im preußischen Jahrhundert. Teil des umfangreichen Fahrten- und Exkursionsprogramms sind die ehemaligen Residenzstädte Kleve, Düsseldorf, Bensberg und Hambach.

Des Herzogs Geburtstag

Das erste Veranstaltungshalbjahr widmet sich jedoch zunächst Jülich-Bergischen Herzögen der Renaissance und des Barock. Denn Herzog Wilhelm V. von Jülich Kleve-Berg wurde vor 500 Jahren geboren. Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, Herzog von Jülich-Berg, starb vor 300 Jahren. Vor diesem Hintergrund haben JGV und OGV eine eigene Veranstaltungsreihe aufgelegt, die in Exkursionen, Vorträgen, Führungen und jeweils einem Konzert unterschiedliche Zugänge zu den beiden bedeutenden Herrschergestalten der frühen Neuzeit bieten. Das Konzert, das in Jülich am 26. Juni um 11 Uhr in der Schlosskapelle stattfindet, wird vom Overbacher Kammerchor mit passender instrumentaler Begleitung gestaltet. Das Ensemble bringt Musik aus der Feder des Hofkomponisten Martin Peudargent und Zeitgenossen wie Giovanni Gabrieli und Jan Pieterszoon Sweelink zu Gehör. Über die Kooperation hinaus wird es in Jülich ein eigenes Festprogramm „Wilhelm 500“ geben, mit einer Ausstellung im Museum Zitadelle als Höhepunkt.

Die Auftaktfahrt 2016 der beiden Vereine führt bereits am 23. Januar nach Bonn in die Ausstellung „Unter Druck! Medien und Politik“ sowie in die spektakuläre archäologische Schau „Revolution Jungsteinzeit“ im LVR-Landesmuseum Bonn, durch die Kurator Simon Matzerath aus Körrenzig führen wird. Erwähnenswert sind ferner die zweitägige Studienreise im Mai auf den Spuren des Europa prägenden Herrschergeschlechtes der Ernestiner nach Weimar/Gotha und die dreitägige Bildungsreise nach Lothringen, letztere in Kooperation mit dem Linnicher Geschichtsverein. Ferner führt im Oktober eine dreitägige Reise zu den Festungen in Franken, in Kooperation mit dem Förderverein „Festung Zitadelle Jülich“. Ziel der umfangreichsten fünftägigen Fahrt im September ist Schlesien. Das schlesische Ratibor mit seinen historischen Schätzen ist die Partnerstadt Leverkusens. Besonders früh, nämlich bereits am 14. Februar 2016, startet die Jülicher Bücherbörse im PZ der Zitadelle. Wie gewohnt tagen die Mundartfreunde jeweils am ersten Dienstag im Monat in der Christina-Stube.

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