Geschichtsvereine Jülich und Opladen planen gemeinsame Ausstellung

Von: ptj
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Partnerschaftsabkommen krönt Rückblick: Guido von Bürgen (r. mit Vize Dr. Eberhard Graffmann) unterschreibt für den JGV, Michael Gutbier (l. mit Vize Lars Richter) für den kooperierenden OGV. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die feierliche Unterzeichnung einer Partnerschaftsurkunde zwischen den seit Jahren „sehr erfolgreich“ kooperierenden Geschichtsvereinen Jülich (JGV) und Opladen (OGV) krönte den traditionellen Rück- und Ausblick des Jülicher Geschichtsvereins „zwischen den Jahren“, diesmal im Hotel „Alte Post“. Ziel der Partnerschaft ist die gemeinsame Erforschung, Präsentation und Vermittlung rheinischer und allgemeiner Geschichte.

Besondere Berücksichtigung findet hierbei die Geschichte des früheren Herzogtums Jülich-Berg, jeweils differenziert aus links- und rechtsrheinischer Perspektive betrachtet. Das Fundament für diverse Kooperationsfelder sind wechselseitig kostenfreie Mitgliedschaften beider Vereine, gemeinsame Sitzungen der Vorstände halbjährlich, Mitwirkung in Gremien des jeweiligen Kooperationspartners, etwa im „wissenschaftlichen Beirat“ des OGV, und fachbezogene Workshops.

Zusammengearbeitet wird im Schriften- und Informationsaustausch, in einem gemeinsamen Jahresprogramm und in gemeinsamen Projekten und Publikationen. Ein solches Projekt ist die Ausstellung „Das preußische Jahrhundert – Jülich, Opladen und das Rheinland zwischen 1815 und 1914“, in Zusammenarbeit mit dem Museum Zitadelle Jülich und dem Haus der Stadtgeschichte Leverkusen. Von Juni 2015 bis Januar 2016 sind gleiche Ausstellungsinhalte mit unterschiedlicher Exponat-Präsentation an den genannten Orten geplant.

Eine Publikation mit Dokumentation der Ausstellung und wissenschaftlichen Fachbeiträgen soll das Projekt im Sommer 2015 krönen. Projektleiter sind die Vereinsvorsitzenden Guido von Büren (JGV) und Michael Gutbier (OGV). Ersterer thematisierte das „sehr reichhaltige Programm an Fahrten und Führungen“ im abgelaufen Jahr und nannte zwei Publikationen unter Mitarbeit des JGV: „Der Hochaltar in der Pfarrkirche St. Martinus Linnich“ von Maria Krämer und die „sehr profunde“ Neuerscheinung zur Geschichte der Alten Kirche Körrenzig von Simon Matzerath – ein Kooperationsprojekt der Körrenziger Pfarrgemeinde, des Geschichtsvereines und des Vereins „Rettet die alte Kirche“.

„Höhere Weihen“ erhielt die CD „Music at the Court of Jülich-Berg“ mit dem Barock-Ensemble La Barca Leyden und Raymund Honing: Sie wurde in Belgien mit dem „Goldenen Label“ ausgezeichnet. „Schon Tradition“ hat das zweite gemeinsame Jahresprogramm mit Beteiligung weiterer Kooperationspartner wie dem Deutschen Glasmalereimuseum Linnich oder dem Förderverein „Festung Zitadelle“ Jülich.

Der handliche Programmführer bietet je fünf Ausstellungen im Museum Zitadelle und im Haus der Stadtgeschichte Leverkusen an, insgesamt drei Aktionstage, sechs Studienreisen, zwei Halbtagsexkursionen und sechs Tagesfahrten. Sieben Vorträge im Rahmen des Mittwochsclubs, drei Vorträge in der Reihe „Leverkusener Kamingespräche“ und ein historischer Stadtrundgang durch Opladen komplettieren das „umfangreiche und ausgewogene Programm“. Es beginnt „sehr zeitig“ mit der Tagesfahrt nach Wuppertal und Langenberg auf den Spuren von Peter Paul Rubens am 2. Februar. Erstmals haben beide Vereine gemeinsam ein Reisebüro beauftragt.

„Für die Mitglieder ändert sich nichts“, betonte von Büren in dem Zusammenhang. Die Mundartfreunde des JGV tagen 2013 wie gewohnt am ersten Dienstag des Monats im Restaurant „Chinesische Mauer“ in Jülich“. Mit zwei Jubiläen hat der JGV „ein Stück Geschichte mitgeschrieben“: Die 25. Jülicher Bücherbörse findet am 17. Februar von 11 bis 13 Uhr im PZ des Gymnasiums Zitadelle statt. Mit der Buchvorstellung zweier Jahrbücher, deren Termin noch aussteht, begeht der Verein schließlich den „Festakt zum 90-jährigen Bestehen“.

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