Geschichtspreis für Schüler des Gymnasiums Zitadelle

Von: Sabine Rother
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Freuen sich über den Geschichtspreis: Maurice Kurth (li.), Christoph Kuseler, Constantin El Kholy (3. u. 4. v. li.) mit Lehrer Dirk Neumann (2. v. li.) und Guido von Büren, Museum Zitadelle Jülich. Foto: Ralf Roeger

Aachen/Jülich. Im Leben dieses fortschrittlichen Renaissancefürsten mit Sinn für Humanismus kennen sie sich bestens aus: Für ihr umfangreiches Projekt anlässlich des 500. Geburtstags Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg (1516-1592) haben Schüler des Gymnasiums Zitadelle Jülich den Helmut A. Crous-Geschichtspreis der Region Aachen in der Kategorie „Oberstufenschüler ab Klasse 10“ erhalten.

Vergeben wurden die Auszeichnung in zwei weiteren Kategorien: „Geschichtsinteressierte Laien“ sowie „Studenten und Wissenschaftler“. Träger sind der Region Aachen – Zweckverband sowie die AKV Sammlung Crous.

Zusammen mit ihrem Lehrer Dirk Neumann nahmen in der Aachener „Nadelfabrik“ die Gymnasiasten Maurice Kurth (18), Christoph Kuseler (17) und Constantin El Kholy (19) die Urkunde und das Versprechen entgegen, demnächst das Preisgeld in Höhe von 500 Euro für die Gemeinschaftskasse zu erhalten. Insgesamt gehörten acht Schülerinnen und Schüler zur Projektgruppe.

„Es ist spannend, etwas zu erarbeiten, was so nicht im Lehrplan steht“, meinte Maurice und seine Mitstreiter nicken. Ja, das hat wirklich Spaß gemacht, nicht zuletzt durch die geduldige und fachkundige Unterstützung, mit der Guido von Büren, Mitarbeiter im Museum Zitadelle Jülich, die Motivation der Jugendlichen auch dann bewahren konnte, wenn es mal kompliziert wurde – etwa bei den alten Urkunden und der Einordnung von Fakten.

Mehr als ein Guide

Besonders stolz sind Schüler, Lehrer und Förderer auf ein kleines Heft, das komprimiert die Ergebnisse der Forschungen enthält: Die Sonderausgabe des Magazins „Herzog“ zur Ausstellung „Der reiche Herzog. Renaissancefürst Wilhelm V. und seine Residenz Jülich“ erschien in einer Auflage von 5000 Stück und ist weit mehr als ein Guide. Hier kann man erfahren, wie gebildet der Fürst war und wie man sich ein Hofleben in Jülich vorzustellen hat. Warum die üppigen Feiern?

Die Schüler haben herausgefunden: „Herzog Wilhelm wollte durch die Hochzeitsfeierlichkeiten vor allem seinen Einfluss und Reichtum demonstrieren.“ Guido von Büren strahlt, wenn er von „seinen“ Schülern erzählt: „Mir hat das wirklich große Freude bereitet“, sagt er am Abend der Preisverleihung in Aachen. „Ich hoffe, das können wir einmal fortführen.“

Werden sich die Arbeiten der Gruppe auf Noten auswirken? „Ja, natürlich“, versicherte Neumann. „In dieser Stufe wird eine Facharbeit verlangt, und das Projekt ist dazu geeignet. „Ein hochwertiger Beitrag“, verrät Professor Armin Hein als Vertreter der Jury, die er mit Professor Frank Pohle (Historisches Institut der RWTH Aachen) geleitet hat, die Meinung der Experten. „Das Interesse an solch einem Projekt in unserer Konsumgesellschaft beeindruckt mich.“

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