Geschichte über kleine Mäuse und eine hohe Mauer

Von: ptj
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Nach einem zauberhaften Schattenspiel gewährt Puppenspielerin Regina Wagner einen Blick hinter ihr Zauberpult auf der Bühne im Saal des KuBa. Foto: Jagodzinska

Jülich. Herzhaftes Kinderlachen begleitete das zauberhafte Schattentheater im voll besetzten Saal des Kuba. Titel der kindgerechten und spannenden Inszenierung von Regina Wagner aus dem „Theater Zitadelle“ Berlin-Spandau war „Frederick und Tillie“.

„Wenn so viele Kinder vor mir sitzen, weiß ich immer, es wird ein schöner Vormittag“. Mit diesen Worten begrüßte Christoph Klemens, Leiter des Jülicher Kulturbüros, die kleinen Gäste und ihre Betreuerinnen aus vier Jülicher und zwei Aldenhovener Kitas, zu einem Stück, das „zur Winterzeit passt“. Wagner saß im abgedunkelten Saal hinter ihrem Pult auf der Bühne und erzählte zwei Geschichten um die Mäusehelden Frederick und Tillie – wobei man nur den Kopf der Puppenspielerin sah. Dabei bewegte sie die Figuren, die hinter ihr auf der beleuchteten Leinwand eindrucksvoll Gestalt annahmen, und sorgte mit ihren Lippen oder mit Hilfe einer Flöte für die passende Geräuschkulisse.

Traum von riesigem Stück Käse

Protagonistin der ersten Geschichte war die Maus Tillie. Sie saß in einer warmen Sommernacht auf einem Stein und träumte davon, eine endlos scheinende Mauer zu überwinden. Auf der anderen Seite stellte sie sich einen überdimensionalen Käse vor oder auch Mauskrokodile oder andere Ungeheuer. Tillie versuchte es mit Anknabbern der Mauer, dem Einsatz von Stöcken und Steinkugeln und lief an der Mauer entlang, um ihr Ende zu erreichen. Gerne beteiligten sich die Kinder aus dem Publikum mit ihren Fantasien an der Handlung.

Als Tillie einen Riesenwurm sah, wurde ihr klar, dass sie die Mauer untergraben musste. Auf der anderen Seite lernte sie schließlich Frederick kennen, der mit ihr zurückkehrte, um mit Tillie und zwei weiteren Mäusen eine größere Höhle zu beziehen. In der zweiten Geschichte bereitete sich das Mäusequartett auf den Winter vor. Die Nager sammelten Körner, Nüsse und Beeren und schleppten sie in ihr Winterquartier. Bis auf Frederick, der stattdessen Sonnenstrahlen sammelte und Farben der Blumen und Lieder der Nachtigall einfing, zunächst völlig unverständlich für die anderen Mäuse.

Bis schließlich im harten Winter alle Vorräte aufgebraucht waren, und Frederick lebendige Geschichten aus dem vergangenen Sommer erzählen konnte. Das hoffnungsvolle Erwachen der Wärme, der Düfte und Farben im Geiste der Nager sicherte schließlich ihr Überleben. Nach dem begeisterten Schlussapplaus erwies sich schließlich ein Blick hinter die Kulissen des Pultes von Regina Wagner als sehr interessant.

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