Geschichte lebt am Brückenkopf unter freiem Himmel auf

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Solche Aufeinandertreffen sind historisch natürlich nicht verbürgt, sondern gibt‘s nur im Park. Foto: JES
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Wildwest-Atmosphäre wird von den Akteuren im Brückenkopf-Park ebenfalls geboten.

Jülich. Wer das Mittelalter schon kennt und einmal etwas anderes erleben möchte, ist am Pfingstsonntag und -montag richtig im Brückenkopf-Park. Am Lindenrondell startet eine wahre Zeitreise, die rund 1500 Jahre Zeitgeschichte von der Völkerwanderungszeit bis in die Neuzeit bietet. Ein Geschichtsunterricht, der Freude bereitet.

Bei der Geschichtsralley durch das Gelände des Brückenkopf-Parks erhalten Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, Geschichte hautnah und direkt zu erleben. Hierbei heißt es nicht nur zuschauen, sondern auch selber mitmachen. Aktiv und neugierig sein ist gefragt.

Der „Eingang“ der Zeitreise-Akademie zu Jülich ist das Wachhäuschen am Schlagbaum des Preussenlagers. Hier geht die rasante Fahrt durch rund 1000 Jahre Geschichte los. Ausgestattet mit einem Teilnahmebogen geht es zu einzelnen Gruppen, die sich an der Aktion beteiligen. Viel Neues und interessantes Wissen erwartet Jung und Alt beim heiteren Geschichtsunterricht unter freiem Himmel.

In der preussischen Schreibstube geht es los. Hier erhält jeder Teilnehmer die Immatrikulation für die Zeitreiseakademie. Als eine der ersten Stationen erlebt man die „Arbeiterküche um 1900“. Danach geht es munter weiter. Mongolen, Wikinger, Kelten, Landsknechte, Ritter, Germanen, Südstaatenladys, Hunnen, Seefahrer, Trapper und mehr warten auf die Teilnehmer.

Ein Highlight des Feste ist die Historische Darstellung des deutschen Kaiserreiches und der Wilhelminischen Epoche! Neben der militärischen Darstellung wird es auch die Gelegenheit geben, das zivile Leben der Jahrhundertwende kennenzulernen. Kaiser Wilhelm II. wird ebenfalls „höchstpersönlich“ anwesend sein.

Eine weitere Darstellung befasst sich mit dem sogenannten Civil War (Nordstaten/Südstaatensoldaten) mit dem „Stab des Kavalleriecorps der Armee von Northern Virginia, Brandy Station 1863“. Ergänzend wird es den Info-Stand „150. Jahrestag des Amerikanischen Bürgerkriegs“ geben, wo mit Hilfe von Schautafeln und Ausrüstungsgegenständen Hintergrundinfos zu dieser Epoche der USA gegeben werden.

Nach einjähriger Pause ist das Keltische Handwerkerlager der Eboronen (Wollverarbeitung, Töpfern, Brettchenweben, Lederverarbeitung, Schmiede, Bronzeschmuckarbeiten) wieder auf dem Epochenfest vertreten. Als Kelten bezeichnete man seit der Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa.

Archäologisch reichte die weiteste Ausbreitung der keltischen Kultur von Südostengland, Nordspanien und Frankreich im Westen bis nach Westungarn, Slowenien und Nordkroatien im Osten; von Oberitalien im Süden bis zum nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge. Daneben existieren einzelne La-Tène-zeitliche Funde auf dem gesamten Balkan bis nach Anatolien.

Ein erstmaliges und damit ganz neues Element beim Epochen- und Historienfest ist ein britisches Großwildjägerlager aus der Kolonialzeit, als Glanz und Gloria des britisch Empire noch sichtbar war.

Am Apfelquadrat erleben die Gäste historisches Leben verschiedener Epochen der Weltgeschichte. Anhand vielseitiger Darstellungen wird es den Besuchern ermöglicht, sich ein Bild früherer Zeiten zu machen. Ritter, Wikinger, Südstaatenarmy, Indianer, Darstellungen der Völkerwanderungszeit, ein Orientlager, Hunnen, Landsknechte und die preußische Darstellung der Lützower Garde, bereichern das vielfältige Fest.

Es werden rund 850 aktive Darsteller mitwirken. Wie jedes Jahr sind wieder kenntnisreiche Personen wie Archäologen bzw. Museumspädagogen anwesend, so dass von der oft zitierten „Living History“ zu sprechen ist.

Die historischen Darstellungen in den Lagern werden von Handwerksvorführungen begleitet. Erläuterungen der Akteure zu den verschiedenen Lebensweisen ergänzen die Vorführungen. Hierbei ist nicht nur Schauen, sondern auch Mitmachen gewünscht.

Das historische Fest öffnet am Pfingstsonntag und -montag jeweils von 10 bis 19 Uhr.

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