Jülich - Geschenk an die „Aktion Wasserbüffel“

Geschenk an die „Aktion Wasserbüffel“

Von: dol
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Die Mädchen und Jungen des letzten Jahrgangs der Realschule Jülich haben trotz großer Hitze noch einmal einen Sponsored Walk unternommen, um mit dieser sportlichen Aktion die Aktion Wasserbüffel zu unterstützen. Foto: Dolfus

Jülich. Ein letztes Mal haben sich die Mädchen und Jungen und auch die Lehrer der Realschule Jülich richtig ins Zeug gelegt und sind viele Kilometer entlang des Barmener Sees gelaufen, um für die Jülicher Aktion Wasserbüffel Spendengelder zu sammeln.

Es ist das letzte Mal, weil es der letzte an der Realschule verbliebene Jahrgang ist. Im Sommer 2017 machen diese Schüler ihren Abschluss und danach ist diese Schulform in Jülich Geschichte.

„Das ist leider das letzte Mal“, bedauerte daher auch Paul Krahe, Schulleiter und Klassenlehrer der 73 Schülerinnen und Schüler.

Jochen Range und seine Schwiegertochter Kathi von der „Aktion Wasserbüffel“, die seit vielen Jahren Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen leistet, waren eigens vorbeigekommen, um den Schülern ihren Dank auszusprechen. „Wir haben in den letzten Jahren so viele tolle Dinge mit diesem Geld gefördert“, sprach Jochen Range Lob und Dank aus.

Zehn Mal erfolgte der Sponsored Walk bereits zu Gunsten der Aktion Wasserbüffel. Mitte der 1990er Jahre hatten Jülicher Realschüler erstmals auf diese Art und Weise Spenden für gemeinnützige Projekte gesammelt, zunächst für Brasilien, seit Ende der 90er Jahre dann für die Aktion Wasserbüffel.

Daran erinnerte sich die Organisatorin der Läufe, Lehrerin Gundi Jumpertz. Paul Krahe fügte hinzu, dass aufgrund des nahenden Endes der Realschule in den vergangenen Jahren „die Taktfrequenz“ dieser Läufe bewusst erhöht worden sei, um so viel und so oft wie möglich helfen zu können: „Früher fand der Sponsored Walk nur alle zwei Jahre statt.“

Schrumpfende Spendensumme

Angesichts der schrumpfenden Schülerzahl ist natürlich auch die Spendensumme rückläufig. „Aber wir werden nicht eher ruhen, bevor wir nicht wenigstens 1000 Euro zusammenhaben“, so Paul Krahe.

Mit Spendenlisten gehen die Schüler zu Verwandten, Freunden und Bekannten und bitten um ihre Unterstützung für ihren Lauf.

Hilfe für Straßenschule

Die Spendensumme soll diesmal insbesondere für die Straßenschule in Cebu City und für das „Half-Way House“ verwendet werden, erläuterten Kathi und Jochen Range. In der Straßenschule werden Straßenkinder an zwei Tagen in der Woche unterrichtet, sie erhalten dort auch eine Mahlzeit und müssen sich an den Unterrichtstagen nicht um das Erwerbseinkommen für ihre Familien kümmern.

Das „Half-Way House“ auf halbem Weg zur Inselhauptstadt ermöglicht es den älteren Schülern, die dortige Highschool zu besuchen. „Eine Fahrkarte in die Stadt könnten sie sich nämlich nicht leisten“, so Jochen Range. Seine Schwiegertochter schilderte einige der positiven Eindrücke vom letzten Besuch auf den Philippinen: „85 bis 90 Prozent der Kinder aus unserer Straßenschule können jetzt eine Regelschule besuchen!“

Das von den Realschülern gesammelte Geld soll der Aktion Wasserbüffel im Rahmen des Weihnachtskonzertes der Realschule übergeben werden. „Auch das ist dann das letzte Mal“, seufzte Gundi Jumpertz.

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