Geschacher um das Jülicher Elisabeth-Krankenhaus

Von: hfs.
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Obwohl die Caritas-Trägergesellschaft West schon einen notariellen „Vorvertrag” unterzeichnet hat, bekundet nun auch das Dürener Krankenhaus Interesse daran, mit dem Jülicher St. Elisabeth-Krankenhaus eng zusammen zu arbeiten. Wer künftiger Träger wird, darüber entscheidet aber der Kreistag. Foto: hfs.

Jülich/Düren. Die Kreisverwaltung Düren hat mit Blick auf die Übernahme der Trägerschaft des St. Elisabeth-Krankenhauses durch die Caritas Trägergesellschaft West (ctw) ein eigenes Prüfverfahren des Bonner Kartellamtes angefordert. „Wir lassen prüfen, ob durch die Übernahme eine marktbeherrschende Stellung im Kreis eintritt”, bestätigte Landrat Wolfgang Spelthahn auf Anfrage.

Einstimmig hätten sich dafür alle im Kreistag vertretenden Fraktionen ausgesprochen. „Wenn von fünf Krankenhäusern vier in einer Hand sind, muss eine solche Prüfung erlaubt sein”, meint Spelthahn.

Damit spielt er auf die sich ändernde Krankenhaus-Landschaft im Raum Düren/Jülich an. Unter Trägerschaft der ctw stehen schon die Einrichtungen St. Augustinus Düren-Lendersdorf, St. Marien Düren-Birkesdorf und St. Josef Linnich. Wie berichtet, soll St. Elisabeth Jülich vom Malteserorden ebenfalls auf die Caritas-Trägergesellschaft übergehen. Dann bliebe nur noch das Krankenhaus Düren in Solitärstellung übrig. Es befindet sich in kommunaler Hand von Stadt und Kreis Düren.

Wolfgang Spelthahn rechnet damit, dass die kartellrechtliche Prüfung Ende Oktober abgeschlossen ist. „Danach wird sich der Kreistag unmittelbar mit der Übernahme befassen.”

Dass es innerhalb der Fraktionen schon jetzt eine Mehrheit gibt, die sich dafür ausspricht, die Jülicher Einrichtung dem Krankenhaus Düren anzugliedern, verneint der Landrat. „Aufgrund der Vertragslage wollen wir Rechtsicherheit”, sagt Spelthahn, räumt aber auch ein, dass die Verzögerung zur Zustimmung einzig und alleine dem Verhalten der Malteser zuzuschreiben ist. „Hätte sich der Orden zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit uns in Verbindung gesetzt, wäre die Sache längst über die Bühne.”
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