Gesamtschule produziert Strom und Wärme im Container

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Nahmen das BHKW „in the Box“ offiziell in Betrieb : Heinz Münch (v.l.), Josef Schulteis (beide EWV), Bürgermeister Ralf Claßen, Stefan Ludwig und Wilfried Steffens (beide EWV). Foto: Gemeinde

Aldenhoven. Rund 106 Tonnen CO2-Ersparnis jährlich liefert das neue Blockheizkraftwerk (BHKW), das Bürgermeister Ralf Claßen und Vertretern der EWV auf dem Gelände der Gesamtschule Aldenhoven/Linnich (GAL) seiner Bestimmung übergeben haben.

Der Energieversorger aus Stolberg, langjähriger Energiepartner der Gemeinde Aldenhoven, hat hier rund 217.000 Euro in eine innovative Energieerzeugungsanlage mit Gasturbine investiert.

Das in einem Spezialcontainer errichtete BHKW beliefert die umliegenden Wohngebiete und den Schul- und Sportkomplex am Pestalozziring mit Wärme und versorgt sich selbst und das Gesamtschulgebäude mit Strom. Bei einer Störung schaltet die Anlage sofort auf das normale Stromnetz um, so dass die Energieversorgung weiterhin sichergestellt ist. Während die elektrische Leistung der Anlage bei 50 kW und die thermische Leistung bei 110 kW liegt, entfaltet die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von 84 Prozent.

Für den EWV stellt das BHKW „in the Box“ in dieser Form eine Pilotanlage dar, denn die weiteren Blockheizkraftwerke des Energieversorgers sind mit Ottomotoren ebenfalls auf Gas-Basis ausgestattet. In dieser Anlage wurde erstmalig eine Capstone-Microgasturbine aus amerikanischer Herstellung verbaut, während der Kompressor zur Erdgasverdichtung aus Italien stammt. Ein Abgaswärmetauscher trägt zum hohen Wirkungsgrad des Container-BHKW bei.

Bürgermeister Ralf Claßen zeigte sich hoch erfreut über die Inbetriebnahme der Anlage, deren Konzeption, Planung und Bau länger als ursprünglich angenommen gedauert hat.

„Die Wartezeit hat sich gelohnt! Gemeinsam mit unserem Energiepartner EWV GmbH, die hier dankenswerterweise erheblich investiert hat, ist es uns gelungen, eine innovative Technik inmitten unseres Aldenhovener Schulkomplexes zu installieren. Mit der Unterstützung der EWV gelingt es uns, erhebliche Mengen an ozonschädigendem Kohlendioxyd einzusparen und die Strom- und Wärmeversorgung der Schule und des Umfeldes langfristig sicherzustellen. Die alte Form der Wärmeversorgung über ineffiziente Fernleitungen gehört damit der Vergangenheit an. Aldenhoven wird somit dank der EWV auch hier zum Vorreiter.“

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